Renault verzeichnet Absatzrückgang

Der französische Autobauer Renault hat Medienberichten zufolge mit starken Absatzrückgängen in Europa zu kämpfen. Wie die Wirtschaftszeitung "La Tribune" heute meldet, seien die Verkäufe in den ersten sieben Monaten des Jahres um 9,5 Prozent auf 866 100 Einheiten zurückgegangen. In Deutschland sank der Absatz 11,5 Prozent.

Obwohl der neue Clio der dritten Generation im Vergleich zum Vorgänger um 44 Prozent zulegte, fiel die Bilanz schwach aus. Andere wichtige Baureihen wie Mégane, Scénic, Laguna, Espace und vor allem der Kleinwagen Twingo werden erst im kommenden Jahr nach und nach ersetzt und dann für einen Aufschwung sorgen.

Renault hatte im ersten Halbjahr 2006 mit seinen Töchtern Dacia und Samsung weltweit 3,2 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als noch vor Jahresfrist. Auf Grund der um 7,6 Prozent rückläufigen Verkaufszahlen auf den europäischen Märkten sank Absatz auf 1 315 385 Einheiten. Dies entspricht einem Weltmarktanteil von 4,1 Prozent. In anderen Märkten konnte das Unternehmen hingegen kräftig zulegen. Vorstand Carlos Ghosn bezeichnete 2006 als Übergangsjahr in einem Dreijahresplan. Insgesamt sollen die Zahlen auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. Auch beim operativen Gewinn verzeichnete Renault kräftige Einbußen. Der operative Gewinn hatte sich auf 649 Millionen Euro nahezu halbiert. Der Überschuss fiel in Jahresfrist von 2,17 auf 1,63 Milliarden Euro. (ar/sb)
Letzte Änderung: 24.08.2006









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