Rund 2000 demonstrierten vor der Conti-Hauptversammlung
In der Halle ließ Karl-Thomas Neumann keinen Zweifel daran, dass die beiden Werksschließungen, gegen die sich die Demonstranten vor der Tür wehrten, nicht die letzten gewesen sein werden. "Unser Haus ist zu groß", sagte er. "Wir müssen unsere Kapazitäten an den tatsächlichen Bedarf der kommenden Jahre anpassen." Continental habe im vergangenen Jahr mehrere Werke geschlossen und insgesamt rund 8000 Stellen abgebaut. In diesem Jahr habe Conti in Reaktion auf den anhaltenden drastischen Abwärtstrend bis Ende März weitere gut 6000 Arbeitsplätze weltweit abbauen müssen. "Wir reden also über insgesamt mehr als 14 000 Beschäftigte, für die wir inzwischen keine Arbeit mehr haben."
Ende April werden rund 25 000 Mitarbeiter der Continental in Kurzarbeit sein. "Damit ist dann jeder zweite Continental-Beschäftigte hierzulande in Kurzarbeit", rechnet Neumann vor. Continental werde alle zur Verfügung stehenden Instrumente einsetzen, um so viel Beschäftigung wie machbar langfristig zu ermöglichen. Den Demonstranten vor der Halle rief er zu: "Arbeit für alle bei der Continental lässt sich nicht herbeidemonstrieren." (ar/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 23.04.2009
Das war wohl die erste Demonstration der IG BCE, die in zwei Sprachen abgehalten wurde Foto. Bild: UnitedPictures
Conti-Vorstandsvorsitzender Karl-Thomas Neumann wird wohl keine 2500 Abwrackprmie bringen Foto. Bild: UnitedPictures
Rund 2000 Conti-Mitarbeiter aus vielen Standortern hatten sich vor dem Congress Centrum Hannover getroffen, in dem die Hauptversammlung der Continental lief Foto: UnitedPictures
Streckenweise bunt und frhlich und immer friedlich verlief die Demonstration vor dem Congress Centrum Hannover Foto: UnitedPictures
Nach den Unruhen im franzsischen Clairoix hatte sich die Polizei auch in Hannover auf einen starken Einsatz vorbereitet, hielt sich aber im Hintergrund Foto. Bild: UnitedPictures
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