Rußfilter-Skandal: DUH mit Spenden auf die Spur gesetzt?

GAT, der unter Verdacht der Urkundenfälschung stehende Hersteller von Rußpartikelfiltern für die Nachrüstung, hat die Konkurrenz jetzt in einem Gespräch mit dem Onlinemedium "Autogazette" des unlauteren Wettbewerbs beschuldigt. "Ich weiß nicht, ob die Mitbewerber immer lautere Methoden anwenden", sagte danach GAT-Pressesprecher Thomas Kappler der Autogazette.

Laut Kappler ist der Zeitpunkt der Ermittlungen der Essener Staatsanwaltschaft gegen GAT "nicht zufällig". Der Pressesprecher vermutet eine Intrige der Konkurrenten Twin Tec und HJS, die auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) auf die Spur gebracht hätten. "Wir wussten, dass die DUH nicht in eigner Sache handelt", sagt Kappler, "sondern durch Spenden von Twin Tec und HJS in sechsstelliger Höhe motiviert wurde."

Kappler stellte gleichzeitig die von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am Mittwoch vorgestellte Lösung zum Austausch von defekten Filtern in Frage. Die Vereinbarung besagt, dass jedem der rund 40 000 Kunden mit einem nutzlosen Filter kostenfrei ein neuer, funktionierender Filter eingesetzt werden soll. Die anfallenden Kosten sollten sich Werkstätten und Händler von GAT und den anderen Anbietern von GAT-Filtern bezahlen lassen. Dabei geht der Umweltminister davon aus, dass die betreffenden Filter durch Konkurrenzprodukte ersetzt werden.

Kappler stellt fest, dass GAT Anfang kommenden Jahres mit einem funktionierenden Produkt auf den Markt komme. "Und es ist ganz klar, dass der kostenlose Austausch nur dann erfolgen kann, wenn der GAT-Kunde ein funktionierendes, neues GAT-Produkt eingebaut bekommt." Sollte ein anderes Produkt eingebaut werden, müsse der Kunde die Kosten selbst tragen. (ar/Sm) Letzte Änderung: 28.11.2007

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