Satellitenprogramm Galileo soll um jeden Preis gerettet werden
Nach jahrelangen fruchtlosen Verhandlungen mit einem Konsortium privater Anbieter sind sich EU-Mitgliedsländer, Kommission und Parlament einig, dass Galileo nur mit öffentlichen Geldern finanziert werden kann. Während die Mitgliedsländer der Einrichtung eines Fonds, der direkt aus nationalen Budgets gespeist wird, den Vorzug geben, will die EU-Kommission die Finanzierung zentral aus dem Budget der EU bestreiten.
Die Kommission schlägt vor, unangetastete Reserven (etwa aus dem Verwaltungs- und Agrarbereich) für Galileo zu nutzen. Die Befürchtungen einiger EU-Parlamentarier, dass Mittel aus dem ohnedies viel zu knapp bemessenen Budget für Verkehrsinfrastruktur-Vorhaben "abgezweigt" werden könnten, erweisen sich vorerst als unbegründet.
Eine endgültige Entscheidung soll beim Gipfeltreffen Mitte Dezember fallen. Galileo hätte ursprünglich 2008 in Betrieb gehen sollen. Nun hofft man, den Betrieb 2011 aufnehmen zu können und das System bis 2013 komplett auszubauen. (ar/nic) Letzte Änderung: 20.09.2007
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