Satellitenprogramm Galileo soll um jeden Preis gerettet werden

EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot will das europäische Satelliten-Navigationsprojekt Galileo um jeden Preis retten. Insgesamt müssen bis 2013 insgesamt 3,4 Mrd. Euro aufgebracht werden. Das europäische Navigationssystem soll genauer, zuverlässiger und unabhängig vom US-amerikanischen Militärsystem GPS sein.

Nach jahrelangen fruchtlosen Verhandlungen mit einem Konsortium privater Anbieter sind sich EU-Mitgliedsländer, Kommission und Parlament einig, dass Galileo nur mit öffentlichen Geldern finanziert werden kann. Während die Mitgliedsländer der Einrichtung eines Fonds, der direkt aus nationalen Budgets gespeist wird, den Vorzug geben, will die EU-Kommission die Finanzierung zentral aus dem Budget der EU bestreiten.

Die Kommission schlägt vor, unangetastete Reserven (etwa aus dem Verwaltungs- und Agrarbereich) für Galileo zu nutzen. Die Befürchtungen einiger EU-Parlamentarier, dass Mittel aus dem ohnedies viel zu knapp bemessenen Budget für Verkehrsinfrastruktur-Vorhaben "abgezweigt" werden könnten, erweisen sich vorerst als unbegründet.

Eine endgültige Entscheidung soll beim Gipfeltreffen Mitte Dezember fallen. Galileo hätte ursprünglich 2008 in Betrieb gehen sollen. Nun hofft man, den Betrieb 2011 aufnehmen zu können und das System bis 2013 komplett auszubauen. (ar/nic) Letzte Änderung: 20.09.2007









Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:

Autonews Archiv
Aktuelle Umfrage
Würden Sie auf ein Auto verzichten, wenn Sie könnten?
Kfz-Newsletter
Jede Woche die aktuellen News über neue Autos, Termine und Unterhaltsames aus der Kfz-Branche
Newsletter abonnieren

Sie sind hier: Startseite > Autonews > Archiv > September 2007 > Satellitenprogramm Galileo soll um jeden Preis...