Scania-Chef Leif Östling kapituliert vor VW und MAN

Scania-Chef Leif Östling soll auf der Scania-Hauptversammlung am 5. Mai 2008 seinen Rücktritt erklären. Das melden Medien, die als Grund für den Rücktritt den zunehmend aussichtslose Kampf Östlings gegen eine Allianz mit den Scania-Großgesellschaftern Volkswagen und MAN sehen. Ein Nachfolger für Östling steht offenbar noch nicht fest.

Die "Wirtschaftswoche" berichtet unter Hinweis auf Bankenkreise, MAN tausche zur Zeit stimmrechtslose Aktien gegen stimmberechtigte ein, was den Stimmrechtsanteil bei Scania erhöhen dürfte. Bereits kurz vor Weihnachten hatte MAN seine Stimmrechte an Scania von 14,8 auf 15,6 Prozent erhöht. Volkswagen und MAN hielten bereits zu diesem Zeitpunkt gemeinsam 52 Prozent an Scania.

In den kommenden Tagen trifft sich das Kommittee, das die Kandidaten für den künftigen Scania-Aufsichtsrat auswählt und dem Vertreter der vier Großaktionäre Volkswagen, MAN, Investor und der schwedischen Familie Wallenberg angehörten. Insider erwarteten, dass der MAN-Konzern auf einen Sitz im Scania-Aufsichtsrat drängen wird, in dem das Münchner Unternehmen bisher nicht vertreten sei. Auch vomVolkswagen-Konzern wird erwartet, dass er einen weiteren Sitz einfordert. Volkswagen und MAN kommen damit ihrem Plan näher, noch in der ersten Jahreshälfte ein Lkw-Bündnis zu schmieden. (ar/Sm) Letzte Änderung: 21.01.2008









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