Scania macht Gegenangebot für MAN

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Scania plant Medienberichten zufolge ein Gegenangebot zur Übernahme des deutschen Konkurrenten MAN. Die britische Nachrichten-Agentur "Breaking-News" schreibt unter Berufung auf Insiderkreise, Scania wolle 12,1 Milliarden Euro für MAN zahlen und damit das Angebot der Münchener um 1,8 Milliarden Euro überbieten. Weder MAN noch Scania kommentierten die Meldung bisher.

Scania hatte die Offerte von MAN bisher als zu niedrig bezeichnet und seine Aktionäre in diese Woche mit Anzeigen in schwedischen Zeitungen aufgefordert, das Angebot abzulehnen. Der Scania-Verwaltungsrat hatte das MAN-Angebot über 10,3 Milliarden Euro am vergangenen Wochenende eine substanzielle Unterbewertung von Scania genannt. Das Unternehmen warf den Deutschen außerdem vor, mögliche Synergieeffekte aus dem Zusammengehen entweder ausgeschlossen oder ausschließlich auf Scania begrenzt zu haben. Dies sei ein Ergebnis der mit den deutschen Gewerkschaften vereinbarten Arbeitsplatzgarantie für MAN-Werke in Deutschland. MAN überschätze damit die möglichen langfristigen Synergien eines Zusammenschlusses, hieß es weiter. Scania sei außerdem in der Lage, eine weitere Sonderausschüttung - inklusive der regulären Dividende - vorzunehmen, die 50 Kronen pro Aktie entspreche. MAN-Chef Hakan Samuelsson hatte Mitte November Woche sein offizielles Angebot für Scania veröffentlicht und war dabei unverändert beim bisherigen Übernahmepreis geblieben. (ar/sb) Letzte Änderung: 30.11.2006









Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:

Autonews Archiv
Aktuelle Umfrage
Würden Sie auf ein Auto verzichten, wenn Sie könnten?
Kfz-Newsletter
Jede Woche die aktuellen News über neue Autos, Termine und Unterhaltsames aus der Kfz-Branche
Newsletter abonnieren

Sie sind hier: Startseite > Autonews > Archiv > November 2006 > Scania macht Gegenangebot für MAN