Schlechte Fahrbahn Risiko für Motorradfahrer
Die Löcher in der Fahrbahn sorgen oft auch in ihrer Umgebung für zusätzlichen Ärger. Ein Problem liegt darin, dass schwere Fahrzeuge beim Überfahren der Schadstellen immer wieder weitere Brocken aus dem Asphalt herausbrechen, die sich dann auf der Strecke verteilen. Besonders in Kurven stellen diese Bruchstücke für den Motorradfahrer eine weitere mögliche Unfallursache dar - ähnlich wie der Rollsplitt, der vor allem zum Saisonstart auf manchen Fahrbahnen liegt. Wenn das Motorrad in der Kurve ins Rutschen gerät, ist wieder richtiges Verhalten wichtig: Kupplung ziehen und versuchen, das Motorrad aus der Schräglage aufzurichten.
Trotz aller Lust am flotten Fahren sollten Biker versuchen, nicht im absoluten Grenzbereich um die Kurven zu zirkeln - nur dann besteht überhaupt noch eine reelle Chance, eine Notsituationen zu bewältigen, ohne "abzusteigen". Schließlich stellt sich jeder Gefahrenmoment anders dar, es muss meist in Sekundenbruchteilen reagiert werden. Unter Umständen kann statt verzweifelter Versuche, das Zweirad auf der Fahrbahn zu halten, sogar eine gezielte Flucht ins Gelände der rettende Ausweg sein.
Speziell bei Nässe und an sehr warmen Tagen schlummern in den Fahrbahndecken noch andere Problemzonen: Mit Bitumen geflickte Schäden, die als schwarze Flecken oder Streifen zu erkennen sind. Sie sind bei Nässe sehr rutschig, bei großer Sonnenhitze weichen sie außerdem auf und bieten ebenfalls wenig Haftung. Der Tipp der Experten: Auf rutschigem Bitumen nicht bremsen, nicht Gas geben und in der Kurve auf wenig Schräglage achten. Einen ähnlichen Effekt haben Ölflecken - wird ein damit stark verschmutzter Abschnitt durchfahren, ist ein vorsichtige Fahrweise angebracht. Und vorausschauendes Fahren sollte für Biker ohnehin oberste Maxime sein. (ar/sb) Letzte Änderung: 15.08.2006
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