Seit 40 Jahren kommen BMW-Motorräder aus Berlin
Seit 1939 ist Spandau ein Standort von BMW. Dort wurden zunächst Flugmotoren gefertigt Nach der Demontage des Werkes durch die Allierten nach Kriegsende wurden ab Mai 1945 zunächst dringend benötigte Gebrauchsgüter für den täglichen Bedarf gefertigt.
Nach der Währungsreform stellten die Berliner Werkzeuge für die BMW AG in München her. Im Jahre 1949 lief dann auch die Fertigung von Motorradteilen für das Münchener Stammhaus an - ein erster Schritt zur allmählichen Verlagerung der Motorradproduktion von der Isar an die Spree. Ab 1958 wurden in zunehmendem Maße auch Autoteile in Berlin-Spandau gefertigt.
Als in München Mitte der sechziger Jahre auf Grund der stark steigenden Automobilproduktion über die Verlagerung der Motorradproduktion nachgedacht wurde, fiel die Wahl auf Berlin. 1969 wurde dort dann die Produktion der komplett neu entwickelten BMW /5 Baureihe aufgenommen. Vom Fahrwerk bis hin zum Boxermotor handelte es sich dabei um eine grundlegende Neukonstruktion nach dem Baukastenprinzip. BMW Motorrad platzierte sich zunächst mit drei neuen Modellen am Markt: der 32 PS starken R 50/5, die insbesondere als Behördenmaschine gedacht war, der R 60/5, die mit ihren 42 PS unter Tourenfahrern viele Sympathien gewann, sowie die R 75/5, deren 50 PS starker Boxer für 175 km/h Höchstgeschwindigkeit sorgte.
1970 verließen bereits 12 287 Fahrzeuge die Werkshallen, im Juli 1973 hatten bereits 68 956 Motorräder das Berliner Werk verlassen. Zudem feierte BMW das 500 000ste Motorrad der Firmengeschichte. Zum 50-jährigen Jubiläum von BMW Motorrad wurden im Herbst 1973 die neue, in zahlreichen Punkten weiter entwickelte /6 Baureihe und die legendäre BMW R 90 S präsentiert.
Im Januar 1975 lief die 100 000ste BMW aus Berlin vom Band, fünf Jahre später war die erste Viertelmillion voll. Bei der Jubiläumsmaschine handelte es sich um eine Sonderanfertigung für die Palast-Eskorte des jordanischen Königs Hussein. 1979 hatte das Motorradwerk außerdem mit der Serienfertigung von Bremsscheiben für Autos der Marke begonnen. 1997 wurde das Werk als erstes Motorradwerk der Welt nach den internationalen Normen für Arbeits- und Umweltschutzmanagement überprüft und anerkannt.
2006 übersprang das Werk erstmals die Zahl von 100 000 Einheiten innerhalb eines Kalenderjahres. Mit einer R 1200 GS lief am 12. Mai 2009 die 500 000ste BMW mit der Modellbezeichnung "GS" in Berlin vom Band, und in diesem Jahr begann die Produktion der neuen BMW S 1000 RR - dem ersten Supersportler von BMW. (ar/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 20.06.2009
Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
- Triumph steigerte Motorradabsatz um 19 Prozent
- Drei Meter hohe Skulpturer aus dem Audi-Bildungszentrum
- Volkswagen zeichnet Lieferanten aus
- Seat beginnt mit Bau der Q3-Fertigung
- Keiper zeichnete 13 Lieferanten aus


