Service: Ausgeruht und gut vorbereitet in den Urlaub starten
Die erholsame Reise beginnt schon vor dem Urlaub mit der richtigen Routenplanung. "Wer sich die Fahrtstrecke und Alternativrouten vorher zurecht legt, behält auch bei Stau einen kühlen Kopf", sagt Eckart Zimmermann, Mobilitätsberater bei TÜV Nord. Ein Blick ins Internet und aufmerksames Radio hören hilft, vor dem ersten Urlaubstag Baustellen und überlastetet Knotenpunkte auf dem geplanten Weg herauszufinden.
Grundsätzlich gilt: Ausgeschlafen in den Urlaub starten. "Wenig Schlaf macht ungeduldig und aggressiv. Das gilt auch für den Beifahrer und Kinder im Auto", betont Eckart Zimmermann. Deshalb rät der Experte auch ab, nachts zu starten, wenn man es nicht gewohnt ist, nachts wach zu sein. Gerade in der Tiefschlafphase zwischen 1 und 3 Uhr morgens drohe der gefährliche Sekundenschlaf und ein jähes Ende des gerade erst begonnen Urlaubs. Besser ist es, am frühen Morgen aufzubrechen und etwa alle zwei Stunden eine Pause einzulegen. Gerade wenn Kinder mit an Bord sind, ist es wichtig, dass sich die Kleinen zwischendurch einmal kurz austoben können. Auch ein Fahrerwechsel empfiehlt sich bei längeren Touren etwa alle drei Stunden. Vor allem aber sollte nicht unnötig aufs Gaspedal getreten, sondern mit angemessener und halbwegs gleich bleibender Geschwindigkeit gen Urlaubsziel gefahren werden - auch das erspart Stress.
Wer mit Kindern im Auto in die Ferien fährt, sollte einige zusätzliche Dinge beherzigen. Lange Fahrten sollten nach Möglichkeit auf den Schlafrhythmus der jüngsten Mitfahrer abgestimmt sein. Bequeme Kleidung und eine angenehme Sitzposition tragen dazu bei dazu bei, dass die Kleinen sich länger wohl fühlen. Außerdem ist auf die Kindersicherung der hinteren Türen zu achten.
Die Deutsche Verkehrswacht empfiehlt, Kinder in die Urlaubsplanung mit einzubeziehen. Ein gemeinsamer Blick auf die Karte und die Festlegung von Pausen können späteren Nörgeleien vorbeugen. Ein weiterer Tipp: Geben Sie den Kindern einen Autoatlas, auf dem sie die Fahrt verfolgen können.
Damit die Urlaubsreise nicht zu lang wird, gehören Hörspielkassetten ins Handgepäck. Das Lieblingskuscheltier darf auf der Reise natürlich ebenfalls nicht fehlen. Die Deutsche Verkehrswacht rät davon ab, die Fenster zu verhängen. Die Kinder sollten zur Abwechslung und Ablenkung hinausschauen können. Außerdem sind so Spiele wie Autokennzeichenraten oder "Ich sehe was, was Du nicht siehst" während der Fahrt möglich, um aufkommender Langeweile zu begegnen.
Kleine Zwischenmahlzeiten sollten für die Jüngsten griffbereit sein. TÜV Süd empfiehlt leichte und fettarme Speisen wie Müsliriegel und Obst. Als Durstlöscher kommen vor allem Früchtetees und Obstsäfte mit möglichst wenig Zucker sowie stilles Mineralwasser in Frage. Die geliebte Tafel Schokolade hat hingegen im Auto nichts zu suchen. Als Alternative bieten sich Butterkekse oder Waffeln an.
Dringend warnt TÜV Süd davor, die Kinder - und sei es auch nur für kurze Zeit - alleine im Auto zu lassen. Schon so manches Auto ist ungewollt losgerollt, weil die lieben Kleinen an Hebeln und Knöpfen herumgespielt haben. Außerdem besteht immer die Gefahr, dass dem Nachwuchs zu heiß oder übel im Auto wird und dann kein Erwachsener in der Nähe ist. (ar/jri) Letzte Änderung: 25.07.2007
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