Service: So wird das Auto nicht zum Schluckspecht

Auch wenn gegenwärtig die Benzinpreise nicht mehr steigen und sogar teilweise sinken, sollten sich Autofahrer dennoch auf eine sparsame Fahrweise besinnen. Diese kann den Geldbeutel schonen und auch der Umwelt helfen. Im nachfolgenden sind einige Tipps aufgeführt, wie das Fahrzeug sich nicht zum Schluckspecht entwickelt.

Durch vorausschauendes Fahren unnötige Brems- und Beschleunigungsmanöver vermeiden und lieber den Wagen im Verkehr mitschwimmen lassen. Vorausschauend Fahren beinhaltet auch, mehr Abstand zu halten und nicht nur den Vordermann im Visier zu haben. Auf diese Weise können Brems- und Beschleunigungsverhalten dem Verkehrsfluss optimal angepasst werden. Unter diesem Gesichtspunkt bringt es nichts, beim Heranrollen an die Ampel den Gang herauszunehmen. Viele moderne Autos haben eine Schubabschaltung, die beim Einsatz der Motorbremse die Benzinzufuhr abriegelt.

Vor Ampeln, an Bahnschranken oder im Stau kann sich das ausstellen des Aggregats schon bei Wartezeiten unter einer Minute lohnen. Das bringt allerdings nur etwas, wenn der Motor bereits warm ist, dann ist das häufige Anlassen auch für Motor und Anlasser kein großes Problem. Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass der Verkehrsfluss nicht behindert wird.

Dachgepäckträger nach dem Gebrauch abmontieren. Sie erhöhen den Luftwiderstand und damit den Spritverbrauch um zehn bis 50 Prozent.

Jedes Kilo Zuladung kostet beim Fahren Energie. 100 Kilogramm "Güter" im Kofferraum können je nach Fahrweise und Verkehrssituation einen durchschnittlichen Mehrverbrauch von 0,2 bis 0,6 Liter verursachen. Wird der Kofferraum als Lager für nicht gebrauchtes Autozubehör, Reiseutensilien oder Getränkekästen missbraucht, muss dafür beim Tanken "Miete" zahlen.

Leichtlauföle für den Motor und Reifen mit niedrigem Rollwiderstand können ebenfalls helfen Kraftstoff zu sparen. Dünnflüssige Leichtlauföle können den Verbrauch im Vergleich zu herkömmlichem Mineralöl mit höherer Viskosität um bis zu sechs Prozent senken. Die größten Einsparungen ergeben sich dabei im innerstädtischen Kurzstreckenverkehr. Allerdings ist dieses Öl meist deutlich teuerer, so dass die Verbrauchseinsparung durch den höheren Preis teilweise wieder aufgezehrt wird.

Auch die Reifen haben großen Einfluss auf den Benzinverbrauch. Wer ständig mit zu wenig Druck im Pneu unterwegs ist, verbraucht mehr Treibstoff. Auch ist es ratsam schon beim Kauf von Neureifen auf ihre Spritspareigenschaften zu achten. Erhöhen des Reifendrucks um 0,5 bar über dem Normalwert ist unschädlich, reduziert aber den Rollwiderstand erheblich.

Klimaanlagen, Heizung und Lüftung abschalten wenn sie nicht nötig sind. Wenn sie im Gebrauch sind verbrauchen sie Energie und damit Kraftstoff. (ar/nic) Letzte Änderung: 20.09.2006









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