Service: Tote Insekten gehören nicht auf die Frontscheibe

Schmutzige Autos finden sich vor allem im Herbst und im Winter auf der Straße. Aber auch im Sommer bei trockener Witterung sind Verunreinigungen immer wieder an der Tagesordnung. Neben Staub und Blütenflug sowie klebrigen Blattsubstanzen hinterlassen vor allem Insekten ihre Spuren. Dabei sind tote Fliegen und Mücken an der Fahrzeugfront nicht nur ein Ärgernis, sondern können zum Beispiel auf der Windschutzscheibe die Fahrsicherheit beeinträchtigen.



Leichen von Fliegen, Mücken und anderen Insekten können in Verdingung mit Wasser aus der Scheibenwischanlage einen gefährlichen Schmierfilm bilden, der die Sicht des Fahrers stark beeinträchtigt. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) rät daher, die Frontscheibe regelmäßig von Rückständen zu befreien. Autohäuser und andere Fachbetriebe bieten spezielle Insektenentferner an, die darauf ausgerichtet sind, die klebrigen Reste aufzuweichen und leicht abwischbar zu machen, denn eingetrocknete Mückenreste sind selbst mit dem Dampfstrahler nicht so einfach zu entfernen. Einmal aufgetragen, sollte die Flüssigkeit einige Minuten einwirken. Anschließend können die Rückstände mit der Scheibenwaschanlage und den Scheibenwischern problemlos entfernt werden.

Ist kein chemischer Reiniger zur Hand, reicht nach Erfahrungen des Automobilclubs auch das Papier von der Küchenrolle. Es sollte mit klarem Wasser getränkt und das feuchte Tuch anschließend für etwa eine Viertelstunde auf die Scheibe gelegt werden. Sind die Überreste gut eingeweicht sind, können sie problemlos mit einem sauberen Schwamm entfernt werden.

Von alten Zeitungen als Insektenweichmacher ist auf jeden Fall abzuraten. Nicht vergessen werden sollte anschließend die Säuberung der Wischerblätter. Bei dieser Gelegenheit kann auch ein prüfender Blick auf ihren Zustand nicht schaden. Das Gummi ist das ganze Jahr über starken Belastungen ausgesetzt. Sie gehören daher nach Expertenansicht grundsätzlich jedes Jahr ausgewechselt. Die Lebensdauer lässt sich deutlich erhöhen, wenn nach dem Besuch der Waschstraße das Wachs von den Wischern entfernt wird.

Bei leichteren Verschmutzungen sollte daran gedacht werden, zum Sommer das Wasser in der Scheibenwischanlage auszuwechseln und vom nicht mehr benötigten Frostschutzmittel auf Reinigungszusätze zu wechseln. Ein regelmäßiger Blick auf die vorhandene Restmenge schützt vor unliebsamen Überraschungen während der Fahrt.

Doch nicht nur die Frontscheibe wird im Sommer besonders in Mitleidenschaft gezogen. In Verbindung mit starker Sonneneinstrahlung entwickeln sich die organische Rückstände schnell zu aggressiven Substanzen auf dem Lack. Je länger sie auf der Fahrzeugoberfläche kleben, desto tiefer dringen sie in das Fahrzeugs ein. Lackpflege ist in diesem Fall nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern vor allem des Werterhaltes. Auch in dieser Situation empfiehlt der AvD den Einsatz wirksamer Insektenentferner. Gute Produkte zeichnen sich durch eine gleichmäßige Dosierbarkeit und eine dickflüssige Konsistenz aus, die länger einwirken kann.

Besonders ärgerlich sind Mücken auf dem Nummernschild, da bei ihrer Entfernung weder die Zulassungs- noch die HU- und ASU-Plakette beschädigt werden dürfen. Harte Insektenschwämme sind an diesen Stellen daher tabu. Vielmehr empfiehlt der AvD an dieser Stelle ein bewährtes Hausmittel: Rasierschaum. Aufsprühen, einweichen lassen und mit einem weichen und feuchten Schwamm abspülen.

Da Umweltschutz mittlerweile auch bei der Autowäsche und -pflege eine immer größere Rolle spielen, haben viele Anbieter auch biologisch unbedenkliche Reinigungsmittel in ihrem Programm. (ar/jri) Letzte Änderung: 11.06.2008









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