Sonderaufgabe für Pischetsrieder: Fusion von MAN und Scania voran bringen
Über die Verhandlungen über eine Allianz mit den Nutzfahrzeug-Giganten MAN und Scania könnte Pischetsrieder unter anderem gestolpert sein. Die Gerüchteküche brodelt, und es heißt, das Porsche als Großaktionär von Volkswagen befürchtet hat, das der Manager die Sanierung der Marke VW aus den Augen verlieren könnte, wenn er zu sehr an der Fusion von MAN und Scania arbeitet. Die Aufgabe des knallharten Sanierers hatte Markenchef Wolfgang Bernhard überlassen.
Pischetsrieder steht vor einer schweren Aufgabe. Sein Ruf ist durch die Ablösung sicher nicht unbeschädigt, das macht die Verhandlungen schwerer. Unterdessen teilt Scania mit, dass der schwedische Großaktionär Investor seinen Anteil an dem Unternehmen von 19,3 auf 20,01 Prozent aufgestockt hat. Die Schweden sind nach Volkswagen (34 Prozent) zweitgrößter Aktionär bei Scania und lehnen die Übernahme durch MAN ab. MAN hat angekündigt, den Kauf eines Aktienpaketes von bis zu zehn Prozent der Anteile an VW zu prüfen. Das würde einem Börsenwert von mindestens zwei Milliarden Euro entsprechen. Bis Mitte November soll eine Entscheidung im Übernahme-Poker fallen. (ar/sb) Letzte Änderung: 10.11.2006
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