Sparsamer und sauberer: Volkswagen Crafter Blue TDI
Die AdBlue-Technologie ist aus dem Bereich der Lkw und Busse als wirkungsvolle Methode zur Abgasreinigung bekannt. Hierbei wandelt eine ungefährliche 32,5 prozentige wässrige Harnstofflösung, die dem Abgasstrang zugeführt wird, die im Abgas enthaltenen Stickoxide an einem Katalysator in unbedenklichen Stickstoff und Wasser um.
AdBlue wird in einem separaten 29-Liter-Tank mitgeführt. Die Befüllung erfolgt beim Kastenwagen im Motorraum oder bei offenen Aufbauten über einen Stutzen am Tank. In den ersten drei Jahren erfolgt das Auffüllen während der Inspektionen kostenfrei beim Servicepartner. Der AdBlue-Verbrauch beträgt bis zu einem Prozent des Dieselverbrauchs.
Sollte der nächste planmäßige Service noch nicht anstehen und die Menge im Tank unter ein bestimmtes Niveau fallen, meldet eine Warnleuchte den zur Neige gehenden Vorrat. Ab einer Restreichweite von 2400 Kilometern wird der Fahrer durch ein Signal zum Nachfüllen aufgefordert. Bei Missachtung nach Ablauf dieser Strecke eine gesetzlich vorgeschriebene Reduzierung des Drehmomentes um ein Viertel.
Zum automatischen Rückstellen des Systems muss stets vollgetankt werden. Dazu gibt es neben speziellen Zapfanlagen handelsübliche zehn Liter fassende Gebinde. Etwaige Tankkosten außerhalb des planmäßigen Werkstattaufenthalts, die vor Ablauf der drei Jahre entstehen, werden vom Volkswagen-Servicepartner nach Vorlage der Quittung ersetzt.
Für die innermotorische Reduktion der Stickoxide kommt zusätzlich eine gekühlte Abgasrückführung (AGR) zum Einsatz. Die Technologie erlaubt hierbei eine leichte Reduzierung der Abgasrückführraten. Dadurch kann der TDI-Motor wieder näher am thermodynamischen Optimum betrieben werden. Der Wirkungsgrad des Motors steigt, Partikelemission und Verbrauch sinken. Die Abgasnachbehandlung wird durch einen Diesel-Partikelfilter (DPF) mit vorgeschaltetem Oxidationskatalysator ergänzt. Der neue DPF verfügt über ein um zehn Prozent höheres Filtervolumen und sorgt in Verbindung mit einem neuen Temperaturregelungskonzept für eine optimierte Regenerationssteuerung. (ar/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 21.04.2009
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