SPD fordert Rückzug von Wulff aus dem VW-Aufsichtsrat

Die niedersächsische SPD fordert den Rückzug des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff aus dem Aufsichtsrat der Volkswagen AG. Oppositionsführer Wolfgang Jüttner warf Wulff, einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zufolge, ein "unprofessionelles Verhalten" vor.

Anlass für die Forderung Jüttners ist Wulffs jetzt wiederholte Forderung, der jetzige Aufsichtsratchef Ferdinand Piech möge sich 2007 aus diesem Amt zurückziehen. Am Wochenende hatte der Ministerpräsident in einem Interview erklärt, keiner der beiden Großaktionäre solle 2007 bei der Wahl zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats antreten. Das Land Niedersachsen ist der zweitgrößte Aktionär nach der Porsche AG, an der Piech große Anteile hält. Mit dieser Interviewäußerung hatte Wulff zugleich auch den Porsche-Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking als Kandidat ausgeschlossen.

Wolfgang Jüttner kritisierte vor allem den Zeitpunkt der Äußerung. Der Ministerpräsident fordere ein Ende der Personaldebatte und fache sie selbst immer wieder an. Wulffs Konflikt mit Piech - so Jüttner - sei offenbar persönlich motiviert. (ar/Sm) Letzte Änderung: 20.11.2006









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