Stau reduzieren - auch zu Pfingsten.

Verkehrsmanagement-Konzepte und Mobilitätsforschung der BMW Group bieten Lösungsansätze für besseren Verkehrsfluss.Viele Verkehrsteilnehmer werden auch dieses Jahr ihren Urlaub mit Stau beginnen müssen. Auf Hauptverkehrsrouten sind besonders zu Ferienbeginn verstopfte Straßen keine Seltenheit. Doch damit nicht genug: auch in Ballungsräumen stockt es in den Straßen täglich. Untersuchungen zeigen, dass jeder Autofahrer pro Jahr durchschnittlich 70 Stunden, also zwei Arbeitswochen seiner Zeit ungewollt im Straßenverkehr steht - Tendenz steigend.

Das kostet: weit über 100 Milliarden EUR beträgt der jährliche volkswirtschaftliche Schaden durch Verkehrsbehinderungen. Auf den einzelnen Haushalt bezogen sind das 5.000 EUR, die jedes Jahr durch geringere Einkommen wegen nicht geleisteter Arbeit, entgangenen Gewinne, höhere Ausgaben oder nutzlos vergeudeter Kraftstoff die Gesellschaft belasten.

Um diesen Zustand gezielt zu begegnen, beschäftigen sich Spezialisten der BMW Group deshalb seit 20 Jahren mit Lösungen für eine verbesserte Infrastrukturnutzung. "Die zu geringe Kapazität des Straßennetzes wird mit zum limitierenden Faktor für Wirtschaftswachstum und in der Konsequenz dann auch für neue Arbeitsplätze", betont Christoph Huß, Leiter Wissenschaft- und Verkehrspolitik der BMW Group.

Moderne Verkehrsleitung mit dynamischen Wegweisern oder Fahrerassistenz-systeme, die dynamische Navigationshilfen haben, können Spitzenstaus nicht vollständig auflösen. Aber sie tragen zu einer deutlichen Steigerung des Verkehrsflusses bei, reduziert sich die Staulänge durch den Einsatz von Schilderbrücken (sog. Linienbeeinflussungsanlagen) um rund 30%. Zusätzlich werden durch eine bessere Aufteilung der Verkehrslast auf Ausweichrouten die Staus und damit auch die Reisezeiten kürzer.

Doch was tun bei Urlaubsbeginn, wenn alle zur gleichen Zeit aufbrechen?

Tipps zu Ferienbeginn
Um entspannter an das Ziel zu gelangen, empfiehlt Dirk Keßler, Leiter Verkehrskonzepte München der BMW Group:

1.Bereits vor der Fahrt Verkehrsinformationen einholen (Rundfunk oder Internet). Während er Fahrt aktuelle Verkehrsinformationen über Rundfunk oder Navigationsgerät berücksichtigen.
2.Wenn der Verkehr dichter wird, akzeptieren, dass es nicht schneller geht, da jeder Versuch vorzufahren die Wahrscheinlichkeit des Stillstands erhöht. D.h. Die Geschwindigkeit der Verkehrslage anpassen und gleichmäßig fahren (vor allem kein starkes Beschleunigen oder Bremsen sowie überraschend die Spur wechseln).
3.Bei einem Stau rechtzeitig die Geschwindigkeit reduzieren und den nachfolgenden Verkehr mittels Warnblinker auf den Stau hinweisen.
4.Bei Fahrbahnverengungen beide Spuren bis vorne ausnutzen und erst unmittelbar vor Beginn der Fahrbahnverengung das Reißverschlusssystem anwenden (Wechselweises Einordnen von der linken und rechten Fahrbahn)
5.Sobald sich der Stau auflöst zügig, gleichmäßig und dem Verkehrsfluss angepasst weiterfahren. Letzte Änderung: 01.06.2006









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