Studie: Deutsche verzichten wegen hoher Kosten vermehrt auf das Auto
Der Trend zum Diesel setzt sich ungebrochen fort. Vor allem Vielfahrer wechseln zum Diesel-Pkw, deren Bestand im Vergleich zum Vorjahr trotz der Diskussion um die Feinstaubemissionen um neun Prozent gestiegen sei und nunmehr bereits 21 Prozent des Pkw-Bestandes ausmache.
Das DIW schätzt, dass die durchschnittliche Pkw-Fahrleistung um drei Prozent von 13 045 auf 12 660 Kilometer zurückgegangen ist. Bei den Nutzfahrzeugen stagnierten die Fahrleistungen. Die Einführung der Autobahnmaut für Lkw hat nicht bewirkt, dass die Transporte merklich zurückgegangen sind oder auf Schienen oder Wasserstraßen verlagert wurden, abgesehen von einem Rückgang der Leerfahrtenkilometer um fünf Prozent.
Sowohl der Verbrauch als auch der Inlandsabsatz von Benzin sind im vergangenen Jahr um sechs Prozent zurückgegangen. Dagegen ist der Absatz von Bio-Diesel mit zwei Drittel weiter kräftig gestiegen. Insgesamt sank der Kraftstoffverbrauch im Jahr 2005 aber um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch der Pkw in Deutschland hat allerdings nur geringfügig um weniger als ein Prozent abgenommen. Deutschland könne das auf europäischer Ebene angestrebte Ziel der Reduzierung von CO2-Emissionen im Straßenverkehr nicht erreichen, wenn es weiter alleine auf den Beitrag der Diesel-Komponente setze, so die Studie abschließend. (ar/sb) Letzte Änderung: 11.08.2006
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