Studie: Mehrwertsteuererhöhung lässt Auto-Rabatte steigen
Bisher war der Automarkt in Deutschland mit einem Absatzwachstum von 1,4 Prozent nach sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Studie zufolge geht dieses Wachstum vor allem auf Geschäftskunden zurück. Durch die Mehrwertsteuererhöhung werde im zweiten Halbjahr auch der Privatkundenmarkt an Fahrt gewinnen, weil die Rabatte ebenso locken wie günstige Finanzierungsangebote.
Experten vermuten, dass gerade Privatkunden vor der Mehrwertsteuererhöhung einen Neuwagen kaufen. Von diesem Vorzieheffekt möchten die Hersteller profitieren und reagieren mit entsprechenden Angeboten für die Kunden. Opel lockt jetzt schon mit einer Aktion, die beim Neuwagenkauf die Mehrwertsteuer von 16 Prozent erlässt. Rein rechnerisch sind die Rabatte bei anderen Herstellern noch höher bei Nachlässen von bis zu 6000 Euro bei einem 30 000 Euro-Fahrzeug, wie Citroen sie derzeit bietet. 20 Prozent Rabatt sind drin. Auf Basis zahlreicher Vergleiche errechnete B&D Forecast den Durchschnittswert von 17 Prozent bei den Nachlässen. Falls es jedoch zu einer merklichen Belebung des Marktes kommt, würden auch die Hersteller reagieren und die Rabatte verringern. Letztendlich bestimmt also immer noch die Nachfrage den Preis. (ar/sb) Letzte Änderung: 07.08.2006
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