Studie sieht für 2007 Erholung am deutschen Automobilmarkt

Der deutsche Automobilmarkt wird nach Ansicht des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer trotz der Mehrwertsteuererhöhung auf 19 Prozent im kommenden Jahr nur leicht nachgeben. "Im Gegensatz zu manch pessimistischer Einschätzung erwarten wir für das Gesamtjahr 2007 trotz Mehrwertsteuer-Delle im ersten Quartal in den Folgeperioden einen sich erholenden Automarkt", schreibt der Geschäftsführer des Prognose-Instituts B&D Forecast in seiner neuesten Studie.

Nach geschätzten 3,4 Millionen Neuzulassungen im laufenden Jahr werde für 2007 mit einem Rückgang um lediglich rund 40 000 Fahrzeugen gerechnet. Dies würde immer noch über den Neuzulassungszahlen der Jahre 2001 bis 2005 liegen. Spätestens im Sommer 2007 sei der Mehrwertsteuer-Schock überwunden. Hohes Wirtschaftswachstum sowie ein großes Angebot an neuen Modellen - es wird mit 104 Neuerscheinungen gerechnet - Nachholbedarf im privaten Konsum und hohes Durchschnittalters des privaten Fahrzeugbestands von über acht Jahren tragen den Angaben zufolge zu der Stabilisierung bei. Für 2008 wird mit 3,41 Millionen Neuzulassungen gerechnet.

Der stärkste Gewinner werde der Prognose zufolge die Marke Mercedes-Benz sein. Durch die neue C-Klasse lege die Marke um 29 200 Verkäufe in 2007 zu. Ebenfalls im Plus mit 20 000 Verkäufen werde Opel erwartet. Der Corsa beflügele hier weiter. Auf den größten Volumenverlust müsse sich dagegen VW 2007 mit einem geringeren Absatz von rund 40 000 Fahrzeugen einstellen. Hauptgrund seien die geringen Modell-Neuerungen in 2007. Neben VW ergeben demzufolge auch für Audi und Seat in 2007 geringere Verkäufe als in 2006.

Weltweit rechnet das Institut mit einem Absatz von 57,3 Millionen Fahrzeugen, nachdem 2006 erstmals über 55 Millionen Pkw weltweit verkauft werden. China werde dabei erneut der Wachstumsschrittmacher im Weltautomobilgeschäft sein. "Die Autowelt fängt an, sich immer stärker um China zu drehen. Das wird man noch vor 2010 in Europa spüren - und langsam auch auf unseren Straßen sehen", so Dudenhöffer. Noch seien Fahrzeuge chinesischer Hersteller zwar von minderer Qualität und "überwiegend billig gemachte Plagiate, aber "es muss mit mehr gerechnet werden". Noch vor dem Jahr 2010 werden laut Dudenhöffer "die Chinesen in unseren Zulassungsstatistiken auftauchen". (ar/tkn) Letzte Änderung: 01.12.2006









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