Techno Classica 2010: Alfa Romeo blickt auf Rennsportgeschichte zurück
Mit dem P2 Gran Premio fuhr der Italiener Gastone Brilli-Peri 1925 die erstmals ausgeschriebene Konstrukteurs-Weltmeisterschaft für Alfa Romeo ein. Sieben Jahre später, 1932, dominierte der "Fliegende Mantuaner" Tazio Nuvolari mit seinem von einem Kompressor-Achtzylinder angetriebenen Alfa Romeo Gran Premio Tipo B (P3) die Saison. Mit diesem Fahrzeug steht der erste einsitzige Grand Prix-Rennwagen (Monoposto) der Automobilgeschichte in Essen.
Mit dem Tipo 159 - "Alfetta" genannt - wird eine weitere Besonderheit ausgestellt. Mit 47 Siegen in 54 Grands Prix ist das bereits 1937 als Tipo 158 konzipierte Auto einer der erfolgreichsten Rennwagen aller Zeiten. Dank ständiger Weiterentwicklung und Anpassungen an Reglementänderungen, konnte der Monoposto auch noch in der Formel 1-Saison 1951 eingesetzt werden. Aus diesem Jahr stammen auch der auf der Techno Classica präsentierte Wagen sowie das ebenfalls ausgestellte Chassis. Guiseppe "Nino" Farina und Juan Manuel Fangio wurden mit dem Tipo 159 1950 und 1951 die beiden ersten Formel 1-Weltmeister.
Vom Alfa Romeo 6 C 3000 CM von 1953 wurden nur vier Coupés und zwei Spider gebaut. Wegen des von 3,0 auf 3,5 Liter vergrößerten Hubraums erhielt die Version die Bezeichnung "Competizione Maggiorata". Juan Manuel Fangio steuerte 1953 eines der geschlossenen Exemplare auf Rang zwei bei der Mille Miglia, und der in Essen gezeigte Spider ist exakt jenes Auto, mit dem der Argentinier im selben Jahr den allerersten Gran Premio Supercorte Maggiore in Meran gewann.
Der in Essen ausgestellte Gruppe-6-Rennwagen Alfa Romeo 33 TT 12 wurde Willi Kauhsen Racing-Team aus Aachen eingesetzt. Mit ihm gewann Alfa Romeo 1975 die Sportwagen-Weltmeisterschaft für Konstrukteure. Die Fahrerbesatzung um Jacques Laffite, Henri Pescarolo, Derek Bell und Jochen Mass entschied sieben der acht Saisonläufe für sich.
Ähnlich eindrucksvoll liest sich die Erfolgsbilanz des ebenfalls zu sehenden Alfa Romeo 155 2.5 V6 TI "Turismo D1" von 1993. Im DTM-Debütjahr der Mailänder Marke gewann Nicola Larini elf der 22 Saisonläufe und am Ende auch den Meistertitel. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 02.04.2010
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