Tempo 120 auf Autobahnen bringt keinen Umweltvorteil
Laut AvD ist zwar die Behauptung richtig, eine Begrenzung des Tempos auf 120 km/h könne die Kohlendioxid-Emissionen eines Fahrzeuges um bis zu 30 Prozent senken, doch beziehe sich dies eben nur auf das einzelne Fahrzeug, nicht auf die Summe des Autobahnverkehrs mit Personenwagen. Insgesamt gilt auf weniger als 20 Prozent der deutschen Autobahnen freie Fahrt. Diie Durchschnittsgeschwindigkeit aller Personenwagen liegt im gesamten Autobahnnetz bei unter 117 km/h, und mehr als 95 Prozent aller Unfälle geschieht bei Geschwindigkeiten von unter 100 km/h. Die von UBA-Chef Troge versprochenen positiven Auswirkungen könnten deshalb - nach Ansicht des AvD - "schlichtweg nicht eintreten". Eher sei eine gegenteilige Wirkung zu erwarten. Denn angesichts des starken Lkw-Verkehrs sei eine Entflechtung des Verkehrs durch streckenweise freie Fahrt notwendig. Bei Tempolimits würden durch Verlagerung und Verlangsamung des Verkehrs auf den linken Autobahnspuren mehr Staus entstehen, die negative Auswirkungen auf die Abgasbilanz haben und außerdem mehr Auffahr-Unfällen geschehen. (ar/Sm) Letzte Änderung: 29.12.2006
Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
- Feinstaubplaketten: Klarheit per Klick
- VDA: Tempolimit eine Idee von Vorgestern
- Kommentar: Griff nach dem Strohhalm
- Auto-Reporter-Tipp: Nebelschlussleuchte richtig benutzen
- Zahl der Verkehrstoten 2006 erstmals unter 5000


