Treibhauseffekt eine Erfindung des Weltklimarats

Hart ins Gericht geht Autor Christian Bartsch in der gestrigen Ausgabe der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Unter dem unverdächtig klingenden Titel "Das sensiblere Bewusstsein als Chance begreifen" baut er eine Gegenposition zur aktuellen Klimahysterie auf: "Zu allen Zeiten war die Erzeugung von Angst das wichtigste Mittel zur Beherrschung von Menschen, denn Angst lähmt das Denken."

Bartsch bezichtigt "Wissenschaftspropheten", die Menschheit durch das Verkünden ihres nahen Endes politisch gefügig machen zu wollen. Er zitiert Altkanzler Helmut Schmidt mit: "Dieser Klimarat hat sich selbst erfunden, den hat niemand eingesetzt." Schmidt nennt die Debatte hysterisch, überhitzt, "auch und vor allem durch die Medien".

Bartsch bekämpft mit zahlreichen Zitaten und Belegen von Wissenschaftlern die These, der Mensch verursache die Klimaerwärmung. Vielmehr habe es zu allen Zeiten Klimaschwankungen gegeben. Dabei habe das Kohlendioxid nicht die Rolle des Temperaturtreibers gespielt. In Kaltzeiten sei dessen Wert hoch und in Warmzeiten niedrig gewesen.

Bartsch belegt, dass der Weltklimarat in seinem Bericht entsprechende Forschungsergebnisse entweder gar nicht berücksichtigt oder in seinem Sinne interpretiert habe. Als Beispiel führt er an, die vom Weltklimarat postulierte vorindustrielle Konzentration von 280 parts per millon (ppm) CO2 habe es nie gegeben. Sie habe vielmehr im 19. Jahrhundert bei 321 ppm gelegen. Es gebe keinen menschengemachten Treibhauseffekt. "Der ist eine Erfindung des Weltklimarates."

Auch die Vorhersage, dass der Welt durch die Klimaerwärmung größere Wetterkatastrophen bevorstünden, wird angezweifelt: "Durch das Wetter ausgelöste Naturkatastrophen fielen während der Warmzeiten stets schwächer aus als während der Kaltzeiten", konstatiert Bartsch.

Er weist außerdem darauf hin, dass CO2 in Gewächshäusern dafür eingesetzt wird, das Wachstum von Pflanzen zu beschleunigen. Kohlendioxid sei ein natürlicher Dünger, der gemeinsam mit einem wärmeren Klima ein erheblich verbessertes Wachstum der Pflanzen erwarten lasse. Auch Biologen meinen, dass ein wärmeres Klima dem Menschen als "Kind der Tropen" zuträglich und auch für die gesamte Tier- und Pflanzenwelt förderlich sein wird.

Bartsch vermutet hinter gegenwärtig geführten Diskussion auch andere Motive als den Schutz des Klimas. Als Bespiel nennt er Neid und Missgunst gegen die derzeit florierende deutsche Wirtschaft und "ganz besonders gegen die Automobilindustrie". EU-Umweltkommissar Stavros Dimas aus Griechenland habe sich in einer Weise gegen die Automobilindustrie geäußert, die "jenseits des Erträglichen" liege. "Er hätte besser daran getan, vor der eigenen Haustür zu kehren, denn Griechenland rangiert beim Umweltschutz in Reichweite der Entwicklungsländer."

Auch die Umweltaktivisten greift Bartsch an. Bei ihnen reiche das Repertoire vom Bejubeln der teuren Hybridtechnik, dem angeblichen "Dieselasthma", über die SUV als Klimakiller bis zur "schrillen" Forderung nach Geschwindigkeitsbeschränkungen auf deutschen Autobahnen. "Dass die deutsche Automobilindustrie die Verbrauchsminderung der Fahrzeuge seit Jahrzehnten vor allen internationalen Wettbewerbern vorangetrieben hat, wird wohlweislich verschwiegen." Stattdessen werde ihr vorgeworfen, sie habe Entwicklungen verschlafen. "Das Gegenteil ist der Fall."

Bartsch konstatiert, dass die gegenwärtige Diskussion auch eine Chance beinhalte: Energiesparen und die Konzentration auf die Technik seien die Herausforderungen der Zukunft. "Mit der Verteufelung des Automobils und dem Brandmarken des Kohlendioxids kommen die Menschen nicht weiter." (ar/Sm) Letzte Änderung: 25.07.2007









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