Trotz hoher Preise ungebrochene Kraftstoffnachfrage
Die Tagesnotierungen reichten von 144 US Dollar pro Barrel im Juli bis 39 US Dollar pro Barrel im Dezember. Für Diesel stiegen die Preise im Durchschnitt gegenüber Vorjahr um mehr als 40 Prozent auf 947 US-Dollar pro Tonne. Dabei reichte die Spannbreite von 1360 US Dollar für eine Tonne als Rekord im Mai bis zum Tiefpreis von 445 Dollar im Dezember. Auf unversteuerter Basis gehörte Deutschland zu den Ländern, in denen der Diesel mit am günstigsten getankt werden konnte. An den Zapfsäulen standen allerdings Bruttopreise, die im deutschlandweiten Mittel zwischen 1,56 und 1,06 Euro pro Liter lagen. Im Jahresdurchschnitt mussten Dieselfahrer pro Liter 17 Cent tiefer in die Tasche greifen als 2007, teilt ExxonnMobil mit. Für die Verteuerung waren unter anderem die Olympiade in China und das erhöhte Transportaufkommen in der EU verantwortlich.
Die Nachfrage nach Benzin ging um 0,8 Millionen Tonnen zurück, wobei Normalbenzin in Rotterdam teilweise höher gehandelt wurde als Superkraftstoff. Inzwischen haben sich die Preise wieder angeglichen. Die Nachfrage nach Kraftstoff mit 91 Oktan ging aufgrund dieser Entwicklung zurück, zumal die großen Mineralölgesellschaften angekündigt haben, Normalbenzin in absehbarer Zeit nicht mehr anbieten zu wollen.
Der Rohölimport sank um 1,4 Prozent. Dabei blieb die Bedeutung der Hauptlieferländer GUS, Norwegen, Großbritannien und Libyen gegenüber Vorjahr unverändert bei 80 Prozent.
Die Opec will zum Jahresanfang die Fördermenge auf 25 Millionen Barrel drosseln, um den Preis wieder nach oben zu treiben. Auch Russland hat entsprechende Schritte angekündigt. (ar/jri) Letzte Änderung: 31.12.2008
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