TÜV Nord über Äußerungen aus München erstaunt

Der TÜV Nord hat mit heftiger Kritik auf Aussagen des TÜV Süd reagiert und eine mögliche Fusion in Frage gestellt. Eine Reihe von Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden der TÜV Süd während der Bilanzpressekonferenz vom 17. April ließen Zweifel an der Fusionsfähigkeit der Münchner aufkommen. "Es geht bei erfolgreichen Zusammenschlüssen auf Augenhöhe nicht darum, wer wen in seinen Garten holt oder lässt, sondern darum, ob man in einem neuen Dienstleistungskonzern dieser Größe die Menschen von Anbeginn an erreicht und mit ins Boot bekommt", so der Vorstandsvorsitzende der TÜV Nord AG, Guido Rettig.

Nach seiner Ansicht stellen die Äußerungen über weitere Fusionspartner auch den geplanten Standort der neuen Konzernzentrale wieder infrage. TÜV Süd-Vorstand Peter Hupfer hatte München bereits als wahrscheinlichen Standort für einen mögliche Konzernzentrale genannt und den TÜV Rheinland als möglichen weiteren Fusionspartner ins Gespräch gebracht. "Wir müssen uns die Frage stellen, ob Berlin nicht geeigneter ist", sagt Rettig, der nun sehr lange, weitere Sondierungsgespräche zu einem Grundsatzvertrag erwartet. (ar/os) Letzte Änderung: 18.04.2007

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