UBA: Kohlendioxid ist klimafreundlicher und weniger gefährlich
Neue Untersuchungen, die die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) im Auftrag des UBA durchgeführt hat, bestätigen Risiken beim Einsatz von Tetrafluorpropen als Kältemittel. So kann sich im Falle eines Fahrzeugbrandes Fluorwasserstoff (Flusssäure) bilden. Dieser ist giftig, wirkt stark ätzend und ist leicht entzündlich. Bereits bevor sich die Chemikalie entzündet, können hohe Konzentrationen an Flusssäure auftreten. Hierzu sind heiße Metalloberflächen mit einer Temperatur von 350 Grad Celsius ausreichend, wie sie beispielsweise am Abgaskrümmer und am Katalysator beim Betrieb des Fahrzeugs vorkommen können.
Ab dem 1. Januar 2011 muss die Autoindustrie die Emission aus Klimaanlagen in Kraftfahrzeugen senken. Um die Vorgaben der EU-Richtlinie 2006/40/EG zu erfüllen, plant die internationale Automobilindustrie zukünftig das chemische Kältemittel Tetrafluorpropen einzusetzen. Die Substanz ersetzt das bisherige Kältemittel HFKW?134a. Ende Mai 2010 hatten die deutschen Hersteller bekanntgegeben, dass sie sich dieser Entscheidung anschließen.
Damit - so das UBA - erteilte die deutsche Automobilindustrie dem wesentlich klima- und umweltfreundlicheren Kältemittel CO2 eine Absage. Als Kältemittel hat Kohlendioxid neben dem geringeren Treibhauspotential im Vergleich zu Tetrafluorpropen weitere Vorzüge: Es ist nicht brennbar, weltweit günstig verfügbar und hat eine gute Kälteleistung. Zudem entstehen bei CO2 keine Abbauprodukte wie bei fluorierten Kältemitteln. (ampnet/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 26.08.2010
Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
- Das Haus soll das Auto der Familie "auftanken"
- 2008 waren 8,4 Prozent aller Transportgüter Gefahrgüter
- IAA Nutzfahrzeuge: Seminar zum Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz
- Ramsauer: Elektromobilität auch für ländliche Gebiete
- Studie sieht Hybrid-Fahrzeuge vorn


