Umweltbundesamt fordert Senkung der Lärmgrenzwerte
Troge will beim Lärm langfristig die Vorsorgewerte der Weltgesundheitsorganisation erreichen: tagsüber 55 Dezibel und nachts 45 Dezibel. Vorsorgewerte liegen in der Regel deutlich unter den Grenzwerten, wie sie zur Vermeidung von Schäden für die Gesundheit festgesetzt werden. Das UBA weist auf Studien hin, nach denen bei Männern, die längere Zeit in Gebieten mit einem Verkehrslärm von über 65 Dezibel leben, das Risiko eines Herzinfarkts um 30 Prozent zunimmt. Ein Geräusch von 65 Dezibel ist allerdings mehr als drei Mal so lauf wie eines mit 55 Dezibel.
Generell gibt, dass Lärm nicht nur dann gesundheitsschädlich wirkt, wenn er extrem laut ist. Die EU hat deswegen in der Europäischen Umgebungslärmrichtlinie festgelegt, dass alle Städte und Gemeinden bis zum 30 Juni vergangenen Jahres Lärmkarte anlegen mussten. Diese Karten sollen als Grundlage für Lärmschutzmaßnahmen dienen. Bis zum 18. Juli dieses Jahres müssen die Städte und Gemeinden entsprechende Pläne vorlegen. Dabei wünscht sich das UBA eine Verzahnung zwischen den Lärmschutzplänen, den Luftreinhalteplänen den Verkehrsentwicklungsplänen. (ar/Sm) Letzte Änderung: 17.04.2008
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