Umweltbundesamt: Klimawandel nicht mehr zu verhindern

Der Klimawandel ist bereits heute Realität und droht, sich künftig zu verschärfen. Das ist für das Umweltbundesamt (UBA) eine der zentralen Aussagen der am Freitag, 17. November 2007, verabschiedeten Zusammenfassung des 4. Weltklimaberichts vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Das UBA hält es für erwiesen, dass die Erderwärmung mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Menschen verursacht wird.

Der Bericht des "Weltklimarats" geht davon aus, dass der Klimawandel sich allenfalls bremsen, jedoch nicht mehr verhindern lässt. Wichtig sei daher, dass die Staatengemeinschaft die Erwärmung der Erde gegenüber dem Wert der vorindustriellen Zeit auf 2 Grad Celsius begrenzt. Die Treibhausgasemissionen müssten dafür weltweit bis 2050 zwischen 50 und 80 Prozent sinken.

Im ungünstigsten Fall hält der "Weltklimarat" eine Steigerung der globalen mittleren Temperatur um 6,4 Grad Celsius bis zum Ende dieses Jahrhunderts für möglich. Ein solcher Wert würde starken Wassermangel auf der Südhalbkugel, weiter stark schmelzende Gletscher und Festlandeis, mehr Flutkatastrophen und deutlich stärkeres Artensterben zur Folge haben.

Das UBA sieht die Aufgabe, Deutschland auf die Folgen des Klimawandels einzustellen, soweit sich dieser heute nicht mehr aufhalten lässt. Dazu gehörten veränderte Temperaturen und Niederschläge, neue Krankheitserreger und häufigere extremere Wetterereignisse. Das Amt sieht hat hier gute Chancen wegen der vorhandenen technischen und wirtschaftlichen Kompetenz. (ar/Sm) Letzte Änderung: 18.11.2007









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