Umwelthilfe bezichtigt Automobilindustrie krimineller Machenschaften
Zur Verbrauchsmessung, so Dr. Schlick, habe der europäische Gesetzgeber den "Neuen Europäischen Fahrzyklus" (NEFZ) als gemeinsames Verfahren vorgeschrieben. Dieser wurde von der EU-Kommission entwickelt, um Verbrauchern und Politik in Europa einen einheitlichen Maßstab zu liefern.
Der NEFZ habe nicht das Ziel, alle realen Fahrzustände abzubilden, sondern solle einerseits Daten für einen durchschnittlichen Verbrauch ermitteln, andererseits aber auch das Schadstoffverhalten der Fahrzeuge erfassen. Daher sei es keineswegs überraschend, dass es je nach individuellem Fahrverhalten im Alltag auch zu Abweichungen von den NEFZ-Werten nach oben kommen könne. Ebenso sei es aber beispielsweise mit modernen Diesel-Pkw durchaus auch möglich, die NEFZ-Werte zu unterbieten.
DUH hatte festegestellt, bei den Untersuchungen des Vereins hätten der Kraftstoffverbrauch und damit einhergehend auf die CO2-Emission im realen Fahrbetrieb zehn bis 25 Prozent höher gelegen als der NEFZ-Wert. Das entspricht in der Tat den Erfahrungen, die jeder Autofahrer in Abhängigkeit von seiner Fahrweise selbst sammelt.
Gleichzeitig kritisiert Rech die Automobilhersteller, deren Fahrzeuge im NEFZ-Test die 140 Gramm pro Kilometer überschreiten. Dabei unterstellt er, dieser Grenzwert gelte für jedes Fahrzeug. Es handelt sich aber um einen Wert, der auf den Durchschnitt aller in Europa gebauten Fahrzeuge bezogen ist. (ar/Sm) Letzte Änderung: 12.09.2007
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