VDA: Deutsche Zulieferer sind Innovationstreiber
Die Kfz-Zulieferindustrie sei seit 1995 dreimal so stark gewachsen wie die gesamte deutsche Industrie, sagte Wissmann. Sie stellt 502 der 601 Mitgliedsfirmen im VDA. Die Zahl der Zulieferer im Verband hat sich damit in den vergangenenJahren um 40 Prozent erhöht.
VDA-Vizepräsident Dr.-Ing. Jürgen Geißinger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaeffler Gruppe (INA, LuK, FAG), wies darauf hin, dass die Zulieferindustrie allein in den vergangen fünf Jahren ihren Umsatz um 33 Prozent auf 75,4 Mrd. Euro (2007) gesteigert habe. 44 Prozent des Zuliefer-Umsatzes werde über den Export erzielt.
Auf die Zulieferer entfallen nach Geißlingers Angaben 75 Prozent der Wertschöpfung beim Automobil. In Europa sei die deutsche Automobilzulieferindustrie mit Abstand die stärkste. In den vergangenen zwölf Jahren seien in diesem Bereich 77 000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden.
Dabei sind die deutschen Zulieferer nicht nur im Premiumbereich erfolgreich, sondern an der Entwicklung von so genannten "Low Cost Cars" - sehr preisgünstigen Neuwagen in Schwellenländern - maßgeblich beteiligt. So liefert Bosch für den Tata Nano die Einspritztechnik, Bremssysteme sowie Starter und Generatoren; Continental steuert aus seinem indischen Werk die Benzinpumpe und den Füllstandssensor bei, und das Gemeinschaftsunternehmen Sigma Freudenberg NOK ist Alleinlieferant für Dichtungen im Motor und Antriebsstrang. Die Schaeffler Gruppe fertigt für den Tata Nano Radlager und Arretierungen. Weitere Zulieferer für das indische Billigauto sind unter anderem Behr, Mahle und ZF. Erfolgreich platziert hat sich die deutsche Zulieferindustrie auch in China. (ar/jri) Letzte Änderung: 13.06.2008
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