VDA: EuroCombi kann mehr Güter mit weniger Verkehr und weniger Verbrauch transportieren
Da alle Experten bei begrenztem Ausbau der Straßeninfrastruktur mit einer Zunahme des Transports in Europa rechnen, müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, dies so umwelt- und straßenschonend ohne "Verkehrsinfarkt" zu bewältigen, erklärte Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des VDA, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Andreas Renschler, Vorstandsmitglied der DaimlerChrysler AG und Vorsitzender des VDA-Vorstandskreises Nutzfahrzeuge, sowie den Anhänger- und Aufbautenherstellern Kögel, Krone und Schmitz Cargobull in Hannover.
Der EuroCombi schafft ein um bis zu 50 Prozent höheres Transportvolumen je Fahrzeug gegenüber den heutigen Lkw-Kombinationen. Gleichzeitig braucht er 15 Prozent weniger Kraftstoff je transportierter Tonne. Im Idealfall könnten 23 Prozent der Fahrten herkömmlicher Lkw auf EuroCombi verlagert und damit 2,2 Mrd. Fahrzeugkilometer Jahr für Jahr im Fernverkehr in Deutschland eingespart werden. Die volkswirtschaftlichen Einspareffekte werden beim grenzüberschreitenden Einsatz des EuroCombi auf mehr als zehn Prozent veranschlagt; die betriebswirtschaftlichen Betriebskosten je Palettenstellplatz würden sogar um 16 Prozent sinken.
Beim EuroCombi handelt es sich um einen Lkw mit angehängtem Auflieger auf einem so genannten Dolly oder um eine Sattelzugmaschine mit Auflieger und angekuppeltem Anhänger. Vorgestellt werden auf der IAA zwei EuroCombi-Varianten: ein volumenorientiertes Konzept mit 25,25 m Länge und 48 t Gesamtgewicht sowie eine gewichtsorientierte Variante mit der gleichen Länge und maximal 60 t Gesamtgewicht. (ar/nic) Letzte Änderung: 20.09.2006
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