VDA: Jetzt verstärkt auf Biokraftstoffe der zweiten Generation setzen

Nachdem Bundesumweltminister Siegmar Gabriel die für 2009 geplante Beimischung von zehn Prozent Bio-Ethanol zum Benzin zurückgezogen hat, hat sich der Verband der Automobilindustrie (VDA) für verstärkte Investitionen in Biokraftstoffe der zweiten Generation ausgesprochen. "Für die deutsche Automobilindustrie ist die Ethanolbeimischung nur ein Teil der Biokraftstoffstrategie der Zukunft", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann.

Der VDA unterstütze die Pläne der Bundesregierung, die Herstellung von Biokraftstoffen der zweiten Generation im industriellen Maßstab voranzubringen. Denn diese greifen nicht in die Nahrungskette ein, sondern werden aus landwirtschaftlichen Abfallprodukten gewonnen. "Sie leisten zudem einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und sind in ihrer gesamten Umweltbilanz den heutigen Kraftstoffen deutlich überlegen", stellte Wissmann fest.

Heutige Biokraftstoffe wie zum Beispiel Biodiesel hätten im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen eine um etwa 50 Prozent geringere CO2-Emission. Biokraftstoffe der zweiten Generation könnten zu einer Reduzierung von bis zu 90 Prozent pro beigemischtem Liter beitragen.

Auch bei der Kraftstoffqualität und Kraftstoffverträglichkeit seien Biokraftstoffe der 2. Generation deutlich im Vorteil. So kann beispielsweise BTL (Biomass to Liquid) auch in deutlich höheren Mengen oder gar in Reinform im Fahrzeug verwendet werden - und zwar im gesamten Fahrzeugbestand ohne Ausnahme. (ar/jri) Letzte Änderung: 04.04.2008









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