VDA sieht Masterplan mit gemischten Gefühlen

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht im Entwurf des Bundesverkehrsministeriums für den Masterplan Güterverkehr und Logistik sinnvolle Ansätze, äußert aber auch Kritik. VDA-Geschäftsführer Dr. Kunibert Schmidt lobt den vorgesehenen Ausbau des Verkehrsmanagements, eine Optimierung der Baustellenplanung, den Bau zusätzlicher Lkw-Parkplätze an Autobahnen sowie vor allem die Förderung von Sicherheitssystemen in Lastwagen. Dennoch folge der Masterplan über weite Strecken dem bereits in der Vergangenheit mehrfach gescheiterten Ansatz des Verlagerns und Verteuerns.

"Die erneute Verteuerung des Straßengüterverkehrs und das permanente Drehen an der Mautschraube hilft am Ende weder dem Standort, der Schiene noch der Umwelt", bedauert Schmidt. Nur durch eine konsequente EU-weite Marktöffnung in der Praxis und der technischen Angleichung auf europäischer Ebene lasse sich die dringend notwendige Stärkung des Schienengüterverkehrs umsetzen, nicht aber durch Strafsteuern für die Straße.

Auch sei noch nicht erkennbar, dass der Masterplan einen Beitrag zu der für den Industrie- und Logistikstandort Deutschland unverzichtbaren Infrastrukturoffensive bei allen Verkehrsträgern leisten werde. Der VDA-Geschäftsführer sieht daher im Entwurf keine neuen Impulse. Schmidt bedauerte außerdem, dass sich der Masterplan "viel zu früh aus der Diskussion über die effizientere Nutzung der Infrastruktur durch längere Lkw-Kombinationen (Giga-Liner, Anm. der Red.) verabschiedet habe". (ar/jri) Letzte Änderung: 17.03.2008









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