VDA: Tempolimit Aktionismus ohne Nutzen für Klimaschutz
"Auf Dauer wird sich der deutsche Autofahrer mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass ein Tempolimit auf Autobahnen auch eine sinnvolle Maßnahme zum Klimaschutz ist", sagte Steiner der "Berliner Zeitung" und forderte einen Bewusstseinswandel. "Das Gefühl der Freiheit sollte sich nicht alleine darüber definieren, ob man mit Tempo 200 über die Autobahn rasen darf oder nicht."
Ganz anders sieht das der VDA. 30 Millionen Tonnen CO2 könnten im Jahr allein durch die Beseitigung von Staus und Engpässen auf deutschen Fernstraßen eingespart werden. Durch Stop-and-Go sowie völligen Stillstand würden derzeit jährlich zwölf Milliarden Liter Kraftstoff vergeudet. "Ein Tempolimit ist medienwirksamer Aktionismus ohne Nutzen für den Klimaschutz. Klimaschutz muss sich an Fakten orientieren", forderte der Verband. "Wenn Herr Steiner von Raserei auf Autobahnen spricht, ist er mit den Realitäten in Deutschland offenbar zu wenig vertraut." Die mittlere Fahrgeschwindigkeit auf bundesdeutschen Autobahnen liege bei deutlich unter 120 km/h. 98 Prozent des gesamten Straßennetzes in Deutschland - davon bereits über die Hälfte der Autobahnstrecken - seien heute ohnehin schon tempobegrenzt. Ähnlich hatte bereits Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee argumentiert, der ein generelles Tempolimit ebenfalls ablehnt.
Auch das Sicherheitsargument - unter anderem angeführt von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) - greife in der Diskussion nicht, ergänzte der Verband. Studien belegen, dass Autobahnen die sichersten Straßen in Deutschland sind. (ar/os) Letzte Änderung: 14.03.2007
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