VDIK und ADAC ebenfalls gegen generelles Tempolimit

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der ADAC haben der Idee der SPD für ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen ebenfalls eine klare Absage erteilt. Der VDIK begrüßt das klare Votum von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Ein starres Tempolimit bringe weder Nutzen für die Umwelt noch für die Verkehrssicherheit, sind sich VDIK und ADAC einig. Die Durchschnittsgeschwindigkeit aller Pkw im Autobahnnetz liege bei unter 117 km/h. Die CO2-Emissionen könnten durch ein Tempolimit bestenfalls um 2,5 Millionen bzw. ein halbes Prozent Tonnen reduziert werden. Einen viel wirksameren Beitrag zum Klimaschutz könnte die Bundesregierung mit einer Kfz-Steuer auf CO2-Basis und staatlicher Förderung beim Kauf emmissionsarmer Fahrzeuge leisten, sagte VDIK-Präsident Volker Lange.

Aus Sicht des ADAC wäre es sinnvoll, die Geschwindigkeit intelligent nach der Verkehrssituation zu regeln. Der verstärkte Einsatz von elektronischen Anzeigen, die abhängig vom Verkehrsaufkommen und der Witterung das Tempo regeln sei wesentlich effektiver. Im Übrigen hat sich nach Ansicht des ADAC die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h bestens bewährt. Zum Schutz der Umwelt fordert der Club stattdessen sparsamere Fahrzeuge, ein Kfz-Steuersystem auf CO2-Basis und Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, um klimaschädliche Staus zu vermeiden. (ar/jri) Letzte Änderung: 29.10.2007

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