VDIK: Verbraucher werden erneut verunsichert

Das Hin und Her bei der Kfz-Steuer ist beim Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller auf Kritik gestoßen. Der Kompromiss der Koalition, die befristete Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer nur auf Fahrzeuge zu beschränken, die innerhalb der nächsten sechs Monate zugelassen werden, lasse die Verbraucher weiter im Unklaren über die künftige Besteuerung.

"Das ständige Hin und Her führt zu einer erneuten Verunsicherung der Verbraucher und schadet der ohnehin sehr schlechten Automobilkonjunktur", sagte VDIK-Präsident Volker Lange. Der ursprüngliche Kabinettsbeschluss von vergangener Woche sei ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Die jetzt erfolgte Korrektur zerschlage das gerade wieder entstehende Vertrauen der Verbraucher, wenn die Bundesregierung nicht schnellstmöglich klar stelle, wie das Kfz-Steuer nach 2010 bemessen wird.

Der VDIK fordert bereits jetzt die sofortige Einführung der CO2-bezogenen Kraftfahrzeugsteuer. Die Umstellung sollte von einer Verschrottungsprämie flankiert, um weitere Anreize zu schaffen und die Konjunktur zu beleben. 2007 waren nach Verbandsangaben noch 6,4 Millionen Fahrzeuge der Abgasstufe Euro 1 oder schlechter für die Teilnahme am Straßenverkehr zugelassen. Die Zahl der mittlerweile auch in die Jahre gekommenen Fahrzeuge der Abgasstufe Euro 2 im Bestand betrage 6,9 Millionen Autos. Diese mehr als 13 Millionen Fahrzeuge verfügten außerdem über veraltete Sicherheitstechnik. (ar/jri) Letzte Änderung: 12.11.2008









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