Verkehrsministerium: Studien stellen Gigaliner in Frage

Beim Kombinierten Verkehr mit Gigalinern und Bahn rechnet das Bundesverkehrsministerium mit verkehrspolitisch unerwünschten Verlagerungen von Gütern von der Schiene auf die Straße sowie Schäden an Straßen und Brücken. Das ist das Ergebnis von zwei Studien, die jetzt in Berlin vorgelegt wurden.

Verkehrsinfrastruktur, besonders bei Brücken. Die Gefährdung der Verkehrssicherheit steigt auf Grund der erheblichen größeren kinetischen Energie der Gigaliner. Dies könnte - laut BASt - bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn verheerende Folgen haben. Außerdem seien die Leitplankensysteme nicht für 60-Tonner ausgelegt. Für die überlangen Gigaliner müssten die Autobahnparkplätze ausgebaut werden. Auch bei der Tunnelsicherheit müsste nachgebessert werden. Beim Einsatz von 60-Tonnern würden zusätzliche Mehrkosten in Höhe von 4 bis 8 Mrd. Euro entstehen.

Kessel+Partner hat die Frage der Verkehrsverlagerung im Kombinierten Verkehr Gigaliner/Bahn untersucht. Die Gutachter rechnen bei einem Einsatz der Gigaliner bis 2015 mit einem Ladungsrückgang von bis zu 30 Prozent für die Schiene. Das Verkehrsministerium will die Ergebnisse der Studien nun mit den Ländern und dem Parlament und auch der Mobilitätsoffensive diskutieren. (ar/Sm) Letzte Änderung: 04.03.2007









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