Verkehrssicherheitsrat formuliert Wünsche an deutsche Präsidentschaft

Die positive Entwicklung der Unfallzahlen in diesem Jahr sollte für alle Verantwortlichen Anlass und Motivation sein, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit umzusetzen", appelliert Heinz Hardt, Präsident der Deutschen Verkehrswacht, an die Entscheidungsträger in Berlin und Brüssel. "Die EU-Ratspräsidentschaft muss genutzt werden, um auch auf europäischer Ebene Standards zu setzen, die dazu beitragen, Menschenleben zu retten."

Eine der wichtigsten Maßnahmen, die erwiesenermaßen zur Senkung der Unfallzahlen beiträgt, ist das Fahren mit Licht am Tag. Studien belegen, dass EU-weit bis zu 3000 Menschenleben gerettet werden könnten, wenn eine Pflicht zum Tagfahrlicht bestünde. Daher schreiben schon jetzt viele Länder das Fahren mit Licht am Tage vor. Die Deutsche Verkehrswacht appelliert an die Bundesregierung, die Zeit ihrer EU-Ratspräsidentschaft zu nutzen, um hier eine verbindliche einheitliche Vorschrift zu erwirken.

Uneinheitlich sind bislang auch die Bestimmungen zu den Promillegrenzen. Dabei spielt Alkohol bei einer Vielzahl von Unfällen eine wesentliche Rolle. Eine EU-weit einheitliche Regelung könnte helfen, Unsicherheiten und Irritationen auszuräumen. Außerdem würde eine rigide einheitliche Regelung auch deutlich machen, dass Alkohol ein enormes Gefährdungspotenzial in sich birgt und nicht mit dem Führen eines Fahrzeugs vereinbar ist.

Eine bedeutende Maßnahme zur Verbesserung der Sicherheit von Fahranfängern stellt das Begleitete Fahren ab 17 dar, das von der Deutschen Verkehrswacht mitinitiiert wurde und inzwischen als Erfolgsmodell in fast allen Bundesländern angeboten wird. (ar/Sm) Letzte Änderung: 29.12.2006









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