Versicherer fordern besseren Schutz auf den hinteren Sitzen
Eine aktuelle UDV-Studie zum Fehlgebrauch von Kindersitzen ergab, dass im Vergleich der vergangenen 15 Jahre zwar immer noch genauso viele Fehler beim Einbau der Sitze und bei der Sicherung der Kinder im Sitz gemacht wurden, diese aber wesentlich weniger gravierend waren. Bei einem Kindersitz mit der genormten Steckverbindung Isofix sind Einbaufehler so gut wie ausgeschlossen.
Die UDV weist allerdings darauf hin, dass immer noch 40 Prozent (Vorjahr 50 Prozent) der im Straßenverkehr getöteten Kinder dieser Altersgruppe im Auto ums Leben kamen. Auch gehe die Zahl der schwerverletzten Kinder nicht im gleichen Maße zurück wie die Zahl der getöteten Kinder im Auto. Deshalb müssten, nach einer Phase der Konzentration auf Fahrer und Beifahrer, jetzt dringend Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Fondpassagieren getroffen werden. "Wir brauchen auf den Rücksitzen die gleichen Sicherheitsstandards wie bei Fahrer- und Beifahrersitzen", sagte der Leiter der UDV, Siegfried Brockmann.
Wenig erfreulich sind erneut die Zahlen für getötete Kinder als Radfahrer oder Fußgänger. Diese erhöhten sich im vergangenen Jahr auf je 24 (+1). Im Zehn-Jahres-Vergleich haben sich aber auch bei den Kindern als Radfahrer und Fußgänger die Zahlen positiv entwickelt (1999: 164 - 2009: 48). (ampnet/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 05.04.2010
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