Versicherer warnen vor Mischung der Verkehrsarten
In den Shared Spaces werden alle Schilder und Ampeln in den Innenstädten radikal beseitigen, einfache Regeln eingeführt und gemeinsame Verkehrsräume für Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer geschaffen. Diese Maßnahme zur Verkehrsberuhigung und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit halten die GDV-Unfallforscher "Shared Space" allenfalls als Nischenlösung für denkbar. "aber nur, wenn der Schutz der schwachen Verkehrsteilnehmer gewährleistet ist". Aus Sicht der GDV-Unfallforschung hat schon die Vorstufe dieser von Brüssel geförderten Shared-Space-Projekte - der sogenannte "verkehrsberuhigte Bereich", der in den 70er Jahren eingeführt wurde - in Deutschland nicht den gewünschten Erfolg gezeigt: Es wird meist zu schnell gefahren, falsch geparkt, und sowohl Autofahrer als auch Radfahrer oder Fußgänger sind sich der genauen Regeln im "verkehrsberuhigten Bereich" nicht bewusst.
Ein harmonisches Miteinander ist selten. Umso kritischer sieht der GDV die Ausweitung solcher "geteilten Räume" auf ganze Ortskerne bei deutlich höherem Geschwindigkeitsniveau (30 km/h statt rund 7 km/h). Deshalb fordert die Unfallforschung der Versicherer:
Keine "Shared-Space-Projekte" bei hoher Verkehrsbelastung, insbe-sondere hohem Durchgangs- und Schwerlastverkehr
Genaue Analyse des Unfallgeschehens und der "Ist-Situation"
Einbindung der Unfallkommissionen
Besondere Beachtung des Schutzes schwacher Verkehrsteilnehmer wie Kinder, Senioren, Behinderte
Vorher-Nachher-Wirksamkeitsuntersuchungen
Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen
(ar/Sm) Letzte Änderung: 28.05.2007
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