Volkswagen: Erinnerungstafeln in Braunschweig
Das damalige Braunschweiger "Vorwerk" sollte für die Fertigung des von Ferdinand Porsche konstruierten Volkswagens im so genannten Hauptwerk bei Fallersleben die Ausbildung von Facharbeitern übernehmen. Außerdem entstanden hier Vorrichtungen, Werkzeuge und Lehren, also Messinstrumente, für das "Hauptwerk".
Nach dem Ende des Krieges wurden Gegenstände des täglichen Bedarfs gefertigt, beispielsweise Sackkarren, bald aber wurde vor allem die ebenfalls rasch anlaufende Serienproduktion der Volkswagen Limousine in Wolfsburg unterstützt: Fahrzeugteile wie Kupplungen, Scheibenwischer, Stoßdämpfer, Kraftstoffpumpen und Thermostate, und für den ab 1950 gefertigten Transporter Vorderachsen und Hand- und Fußhebelwerke wurden zugeliefert. Daneben bildete der zunächst ebenfalls in den beiden Hallen ansässige Werkzeug- und Vorrichtungsbau einen wichtigen Geschäftszweig: Transportketten, Schneid- und Messwerkzeuge, Vorrichtungen und Schweißmaschinen, später auch Kokillen und Kunstharzpressformen ermöglichten den Aufbau der Großserienproduktion in Wolfsburg und an den seit den 1950er Jahren neu hinzu kommenden Volkswagen-Standorten.
Als das Braunschweiger Werk im Sommer 1994 den Zuschlag für die Fertigung der Servolenkung für die Golf-Plattform erhielt, wurden die ältesten Fabrikhallen saniert und in die modernsten Fertigungsstätten vor Ort verwandelt. (ar/hg) Letzte Änderung: 11.07.2007
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