Volkswagen erzielt Rekorde und begrüßt Porsche

Der Volkswagen Konzern hat im Jahr 2007 bei Auslieferungen, Umsatz und Ergebnis neue Bestmarken erreicht. Der Umsatz wuchs um 3,8 Prozent auf 108,9 Milliarden Euro, das Operative Ergebnis wurde auf rund 6,2 Milliarden Euro mehr als verdreifacht. Beim Ergebnis vor Steuern konnte das ursprünglich für 2008 geplante Ziel von 5,1 Milliarden Euro mit 6,5 Milliarden Euro deutlich übertroffen werden.

Mit einer Kapitalrendite für den Konzernbereich Automobile von 9,5 Prozent nach 2,1 Prozent im Vorjahr wurden dabei nicht nur die Kapitalkosten verdient, sondern auch der eigene Mindestverzinsungsanspruch von neun Prozent übertroffen.

Mit weltweit rund 6,2 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen übertraf der Konzern den Vorjahreswert um acht Prozent und stellte damit einen historischen Rekord auf. Alle acht Marken des Konzerns trugen zu dem Wachstum bei.

Der Konzern plane bis 2011die Auslieferung von acht Millionen Fahrzeugen, erklärte Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Zudem solle der Volkswagen Konzern in den kommenden Jahren noch internationaler aufgestellt werden. Dabei werde konsequent auf Mobilitätslösungen für einzelne Länder gesetzt. "Wir richten unsere Modellpalette konsequent an diesen regionalen Kundenbedürfnissen aus." Auch in den Stammmärkten in Westeuropa und Deutschland sowie in Nordamerika will der Volkswagen Konzern seine Position ausbauen.

Bis 2010 sollen 20 neue Modelle auf den Markt gebracht werden. Mit dieser Produktoffensive werde der Konzern seine Modellpalette deutlich ausweiten und Segmente wie SUVs, Vans und Pickups stärker als bisher besetzen.

Höchste Priorität hat für Europas größten Automobilhersteller weiterhin das Thema Umweltschutz. Ziel ist es, die Abhängigkeit von endlichen Energieträgern wie Erdöl und Gas zu verringern. Zum einen soll die Optimierung der TDI- und TSI-Technologien in Kombination mit dem innovativen Direktschaltgetriebe vorangetrieben werden. Gleichzeitig wird aber auch an alternativen Antrieben wie Hybridmotoren, Brennstoffzellen und Plug-In-Elektroantrieben geforscht.

Mit dem Erwerben der Stimmrechtsmehrheit beim schwedischen Lkw-Hersteller Scania AB hat der Volkswagen Konzern zudem sein Engagement im Nutzfahrzeuggeschäft unterstrichen.

Winterkorn begrüßte zudem, dass der Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE eine Aufstockung des Aktienanteils an der Volkswagen Aktiengesellschaft befürwortet hat: "Wir freuen uns auf die bald noch engere Zusammenarbeit."

Mit 952 500 Auslieferungen an Kunden wurde für den Zeitraum Januar bis Februar 2008 der Vorjahreswert um 10,5 Prozent übertroffen. Besonders erfreulich entwickelten sich dabei die Auslieferungen der Marken Volkswagen Pkw, Škoda und Volkswagen Nutzfahrzeuge.


Die Umsatzerlöse des Konzerns im Jahr 2007 stiegen um 3,8 Prozent auf rund 108,9 Milliarden Euro, die Kosten der Umsatzerlöse stiegen dagegen um 1,7 Prozent. Das Operative Ergebnis verbesserte sich von 2,0 Milliarden Euro auf rund 6,2 Milliarden Euro. Die operative Marge legte von 1,9 Prozent auf 5,6 Prozent zu.

Das Finanzergebnis war beeinflusst durch höhere Beteiligungsergebnisse sowie gestiegene Zins- und Wertpapiererträge und fiel damit positiv aus. Dadurch wuchs das Ergebnis vor Steuern auf 6,5 Milliarden Euro. Nach Steuern erwirtschaftete der Volkswagen Konzern ein Ergebnis von 4,1 Milliarden Euro nach 2,8 Milliarden Euro im Vorjahr.

Auch die Aktionäre sollen von der positiven Geschäftsentwicklung profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher der Hauptversammlung vor, die Dividende auf 1,80 Euro je Stammaktie und 1,86 Euro je Vorzugsaktie anzuheben.

Die Netto-Liquidität erhöhte sich um 6,3 Milliarden Euro auf 13,5 Milliarden Euro. Der Netto-Cash-flow legte dabei um 1,5 Milliarden Euro auf 7,1 Milliarden Euro zu. Die Sachinvestitionsquote stieg vom niedrigen Niveau des Jahres 2006 in Höhe von 3,8 Prozent auf 4,6 Prozent. Mittelfristig rechnet Volkswagen im Konzernbereich Automobile weiterhin mit einer Sachinvestitionsquote auf einem wettbewerbsfähigen Niveau von rund sechs Prozent.

Allein die Marke Volkswagen Pkw verbesserte ihren Gewinn um gut eine Milliarde Euro auf 1,9 Milliarden Euro. Audi legte um 32 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu und Škoda um 38 Prozent auf 712 Millionen Euro.

Volkswagen Nutzfahrzeuge konnte das Operative Ergebnis auf 305 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Seat erreichte mit acht Millionen Euro operativ die Gewinnzone nach einem Verlust von 159 Millionen Euro im Vorjahr. Bentley konnte das operative Ergebnis mit 155 Millionen Euro um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Lamborghini entwickelte sich ebenfalls positiv. Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen verbesserte sich um 14 Prozent und steuerte rund eine Milliarde Euro zum Operativen Ergebnis bei. (ar/nic) Letzte Änderung: 13.03.2008





VW-Konzernchef Prof. Martin Winterkorn am Rande der Jahresbilanz-Pressekonferenz am Up!-Concept-Car. Foto: UnitedPictures
VW-Konzernchef Prof. Martin Winterkorn am Rande der Jahresbilanz-Pressekonferenz am Up!-Concept-Car. Foto: UnitedPictures
VW-Konzernchef Prof. Martin Winterkorn am Rande der Jahresbilanz-Pressekonferenz am Up!-Concept-Car. Foto: UnitedPictures
VW-Konzernchef Prof. Martin Winterkorn am Rande der Jahresbilanz-Pressekonferenz am Up!-Concept-Car. Foto: UnitedPictures
Jahrespressekonferenz von Volkswagen. Foto: UnitedPictures
Jahrespressekonferenz von Volkswagen. Foto: UnitedPictures






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