Volkswagen-Hauptversammlung: Keine Einigung in Sicht

Bislang ist auf der heute (24. April 2008) in Hamburg stattfindenden Hauptversammlung von Volkswagen keine Einigung über das umstrittene VW-Gesetz in Sicht. Während das Land Niedersachsen an der 20-prozentigen Sperrminorität festhalten will, das dem Land ein Veto bei wichtigen Entscheidungen zusichert, will Mehrheitsaktionär Porsche mit einer Satzungsänderung die üblichen 25 Prozent durchsetzen.

Das VW-Gesetz sieht vor, dass kein Aktionär, egal wie viel Anteile er hat, mehr als 20 Prozent Stimmrecht hat. Porsche sieht sich darin benachteiligt. Der Sportwagenhersteller hält über 30 Prozent an dem Unternehmen, Niedersachsen nur 20,1 Prozent. Porsche-Justizar Dr. Konrad Wartenberg kritisierte auf der Hauptversammlung Ministerpräsident Christian Wulff, der in einem Ergänzungsantrag das Festhalten an der 20-Prozent-Klausel vorschlägt und angekündigt hatte, der Streit werde sich wohl nur juristisch beilegen lassen.

Porsche stützt sich in seinem Vorstoß auf den Europäischen Gerichtshof, der im VW-Gesetz einen Verstoß gegen den freien Kapitalverkehr sieht Wartenberg wehrte sich gegen Gerüchte, der Sportwagenhersteller plane die Abspaltung einzelner Marken des VW-Konzerns und den Abbau von Arbeitsplätzen. Diese Behauptungen könne er nur als Stimmungsmache gegen Porsche werten. "Sie entbehren jeglicher Grundlage", sagte Wartenberg. (ar/jri) Letzte Änderung: 24.04.2008









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