Volkswagen nimmt die lange Reise nach Dakar unter die Räder
In den Tagen vor Weihnachten herrschte bei Volkswagen Motorsport konzentrierte Betriebsamkeit: Insgesamt 25 Tonnen Werkzeug, Ersatzteile und Ausrüstung wurden auf die 30 Begleitfahrzeuge des Werksteams verteilt. Eine besondere Rolle spielen bei der Rallye Dakar die drei Race-Trucks, gefahren von Dieter Depping (Wedemark), Josep Pujol (Spanien) und François Verbist (Belgien). Als in der Lkw-Wertung eingeschriebene Teilnehmer dürfen sie mit ihren 480 PS starken, speziell vorbereiteten und mit Ersatzteilen vollgeladenen MAN L90 den vier Volkswagen Race Touareg 2 auf den Wertungsprüfungen im Bedarfsfall zu Hilfe eilen.
Auf den beiden Marathon-Etappen, auf denen eine Unterstützung durch die reguläre Techniker-Mannschaft nicht erlaubt ist, ist die Besatzung der Race-Trucks sogar die einzige Hilfe für die Werkspiloten beim abendlichen Service. "Wir sind für alle Ernstfälle gerüstet, wenn eines der Rallyeautos nach einem Unfall oder technischen Problem Hilfe benötigt", erklärt Race-Truck-Fahrer Dieter Depping, als dreimaliger Deutscher Rallye-Meister selbst ein erfahrener Rallye-Profi. "Doch wir hoffen natürlich, dass wir möglichst nicht gebraucht werden."
Als zuverlässige Lastenträger dienen die sieben Service- und Equipment-Trucks des Teams. Die MAN-Lkw nehmen während der Rallye eine andere Route als die Rennfahrzeuge und fahren direkt von Biwak zu Biwak. Sie transportieren neben Ersatzteilen und Ausrüstung unter anderem auch 400 vormontierte Räder, zwölf Zelte als mobile Arbeitsräume für Teammanagement, Arzt, Fahrer und Copiloten sowie Tische und Bänke, das komplette Gepäck der Werkspiloten sowie beispielsweise 2000 Fertigsuppen als Snacks für die Mannschaft.
Bei der Rallye Dakar ist jedes Teammitglied durch das Reglement fest an das Service-Fahrzeug gebunden, für das er genannt ist. Ein Wechsel auf ein anderes Auto ist streng verboten. "Das Reglement verbietet auch, Ersatzteile oder Personal während der Rallye nachzuliefern", erläutert Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. Fast Elf Monate dauerten die Planungen für die Rallye Dakar 2007. "Wir wollen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein und trotzdem wird die Veranstaltung einige Überraschungen für uns bereithalten." (ar/Sm) Letzte Änderung: 29.12.2006
Rallye Dakar 2007. Foto: Auto-Reporter/Volkswagen
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