Volkswagen startete heute Vollproduktion in Russland

VW-Vorstandschef Prof. Dr. Martin Winterkorn, Ministerprsident Wladimir Putin und Dietmar Korzekwa, VW-Bevollmchtigter in Russland, besichtigen das Werk in Kaluga (von links).
VW-Vorstandschef Prof. Dr. Martin Winterkorn, Ministerprsident Wladimir Putin und Dietmar Korzekwa, VW-Bevollmchtigter in Russland, besichtigen das Werk in Kaluga (von links).
Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin und Volkswagenchef Prof. Dr. Martin Winterkorn haben heute offiziell den Startschuss für die Vollproduktion im VW-Werk Kaluga gegeben. Bislang wurden dort Fahrzeuge aus angelieferten Baugruppen montiert. Die neue Fertigung mit eigenem Karosseriebau, Lackiererei und Montage wird ab 2010 eine Jahreskapazität von bis zu 150 000 Fahrzeugen haben. Erste Fahrzeuge aus russischer Produktion waren ein Volkswagen Tiguan und ein Škoda Octavia.

In der ersten Ausbaustufe des Werks wurden seit November 2007 in der so genannten SKD-Montage (Semi-Knocked-Down), dem Zusammenbau von Autos aus großen vorgefertigten Baugruppen, bereits mehr als 100 000 Fahrzeuge der Marken Volkswagen und Škoda für den russischen Markt produziert. Innerhalb der kommenden Monate wird der VW-Konzern die lokale Produktion noch um drei weitere Konzernmodelle ausbauen und dabei vor allem ein speziell für den russischen Markt entwickeltes Stufenheckmodell fertigen.

Volkswagen hat rund 570 Millionen Euro in das neue Fahrzeugwerk investiert. Seit dem Sommer 2009 verfügt die Werkslogistik über einen eigenen Zollposten, der die Abwicklung der Eisenbahn-Transporte erleichtert. Die Volkswagen Group Rus beschäftigt derzeit über 1800 Mitarbeiter in Kaluga und in der Vertriebsgesellschaft in Moskau weitere 300 Mitarbeiter. Bis Ende 2010 werden in Kaluga insgesamt rund 3000 Mitarbeiter eine Beschäftigung finden.

Seit dem Montagestart vor knapp zwei Jahren in Kaluga hat der Autokonzern seinen Marktanteil in Russland von 3,2 Prozent auf derzeit 6,6 Prozent mehr als verdoppelt. Während der russische Gesamtmarkt in den ersten neun Monaten im Vorjahresvergleich um mehr als die Hälfte geschrumpft ist, hat sich der Absatz der Volkswagen Group Rus lediglich um rund ein Fünftel reduziert.

Seit dem Frühjahr 2009 ist Volkswagen auch Hauptsponsor der russischen Fußball-Nationalmannschaft. Mitte September 2009 hat die Volkswagen Russland außerdem gemeinsam mit dem Organisationskomittee "Sochi-2014" einen Sponsoring-Vertrag als offizieller Automobilpartner der Olympischen Winterspiele 2014 in Sochi unterzeichnet. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 20.10.2009





Vorstandschef Prof. Dr. Martin Winterkorn, Dietmar Korzekwa, VW-Bevollmchtigter in Russland, und Ministerprsident Wladimir Putin besichtigen das Werk in Kaluga (von links).
Vorstandschef Prof. Dr. Martin Winterkorn, Dietmar Korzekwa, VW-Bevollmchtigter in Russland, und Ministerprsident Wladimir Putin besichtigen das Werk in Kaluga (von links).






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