Volvo strebt CO2-neutrale Lkw-Fabrik an
In dem Werk werden Lkw-Fahrerhäuser hergestellt. Der Energieverbrauch pro produziertem Fahrerhaus ist in den vergangenen zehn Jahren um 30 Prozent gesunken. Gleichzeitig gab es eine Rekordsteigerung der Produktionszahlen.
Heute stammen 90 Prozent der im Werk verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen. Das Ziel lautet: 100 Prozent. Von der 2008 im Werk Umeå verbrauchten Energie in Höhe von 106 Gigawattstunden wurden 13 Prozent immer noch aus Propan erzeugt, obwohl der Propanverbrauch im Vergleich zu 2006 halbiert wurde. Das für die Lackieröfen verwendete Propan wurde durch Fernwärme ersetzt. Heute ist Propan der einzige fossile Brennstoff, der noch Verwendung findet. Die Fernwärme hat auch Öl als Brennstoff ersetzt, und die Gesamtemissionen an CO2 wurden um jährlich 8000 Tonnen reduziert. Heute wird jährlich Energie in der Größenordnung von 80 GWh recycled.
Die spektakulärste Energieeinsparung ist beim Kühlsystem des Werks zu finden. In der Nähe des Flusses Ume und dem Volvo-Standort gibt es einen unterirdischen, eiskalten Fluss, der Sommer wie Winter eine konstante Temperatur aufweist. Das eiskalte Flusswasser wird über eine zwei Kilometer lange Rohrleitung in das werkseigene System gepumpt. Dieses Wasser wird in verschiedenen Kühlsystemen verwendet und ersetzt Kältemittel wie zum Beispiel Freon. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 09.11.2009
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