Vor 40 Jahren: Daimler-Benz gründete eigene Forschungsabteilung
Scherenberg leitete die Notwendigkeit aus drängenden Fragen der Zeit ab - nach Autoantrieben mit geringeren Emissionen beispielsweise und auch nach immer sichereren Fahrzeugen. Der promovierte Ingenieur wusste, dass das Unternehmen fundierte Antworten benötigt, um weiterhin in der Automobiltechnik ganz vorn zu sein und Maßstäbe zu setzen. Förster legte im November 1969 ein umfassendes Organisationsschema vor. Er hatte sehr klare Vorstellungen davon, wie die Forschung eines Automobilherstellers wichtige Erkenntnisse für die Serienfertigung von Fahrzeugen erbringen kann. Die frühen Fachgebiete heißen "Zukunft - Umwelt - Verkehr", "Fahrzeug", "Antrieb" und "Technische Physik". Sie deckten alle Fragestellungen der damaligen Zeit ab, beispielsweise emissionsarme Verbrennungsmotoren, Elektrofahrzeuge, stufenlose Getriebe, Sensoren, Assistenzsysteme, Fahrwerktechnik, Bremstechnologie, und Scheinwerfer, aber auch gesellschaftliche Entwicklungen für die Mobilität der Zukunft. Ende der 1960er Jahre waren viele der Forschungsgebiete äußerst visionär und wurden nicht von jedem in allen Details verstanden. Das machte die Etablierung der Konzernforschung nicht immer leicht.
So war der Aufbau des Bereichs in den Anfängen mühsam. Nicht zuletzt die Ölkrise des Jahres 1973 machte aber deutlich, wie wichtig fundierte Erkenntnisse sind, um Zukunftsfragen zu beantworten. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 27.10.2009
Prof. Dr. Hans Scherenberg neben dem Mercedes-Benz-Experimentier-Sicherheitsfahrzeug ESF 22 bei der Prsentation im Mrz 1973 in Tokio.
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