Vor 80 Jahren: Opel mit Raketen auf Rekordfahrt
Verantwortlich für das für damalige Zeit sensationelle Tempo waren 24 Pulverrarketen mit zusammen 120 Kilogramm Sprengstoff im Heck des Opel. Das Fahrgestell stammte von einem Opel 10/40 PS Das schwarz lackierte, zigarrenförmige Rekordauto hatte zwei Seitenflügel, die dem Fahrzeug die nötige Bodenhaftung geben sollten. Dennoch kam es kurz vor Schluss fast zur Katastrophe: Der Vorderwagen hob wegen der hohen Geschindigkeit doch ab. Fritz von Opel konnte den RAK 2 aber durch schnelle Reaktionen auf der Bahn halten. Nach kaum drei Minuten ist das Spektakel vorbei und die Sensation ist perfekt. Zu den Zuschauern zählten unter anderen UFA-Star Lilian Harvey und Boxer-Legende Max Schmeling.
Exakt zwei Monate später erreichte der unbemannte Opel RAK 3 in Burgwedel bei Hannover mit 256 km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Schienenfahrzeuge.
Ein paar Wochen später missglückte ein neuer Rekordversuch mit dem RAK 4, der bei der gewaltigen Explosion zerstört wurde. Weitere Versuche mit einem raketengetriebenen Opel Motoclub-Motorrad folgen, weuden von den Behörden untersagt. Im September 1929 absolvierte Fritz von Opel dann den ersten bemannten Raketenflug der Welt. Mit dem Opel-Sander RAK 1-Flugzeug hob er auf dem Flugplatz Frankfurt-Rebstock ab und erreichte in der Luft 150 km/h. (ar/jri) Letzte Änderung: 23.05.2008
Fritz von Opel im RAK 2 am 23.05.1928 auf der Avus in Berlin. Foto: Auto-Reporter/Opel
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