Vorstellung Ford Transit Sport: Unerwartet erfolgreich
Zunächst einmal ist der sportliche Transporter vor allem ein Eyecatcher bei den Händlern. Und genau auf diese Wirkung setzen nach den bisherigen Erfahrungen auch die Käufer. Ein Firmenwagen wie dieser beschert jedem Handwerksmeister oder Auslieferungsdienst erhöhte Aufmerksamkeit. Gleichzeitig kann der Sport-Transit nach getaner Arbeit am Wochenende als flott gestyltes Freizeitfahrzeug genutzt werden, wenn es beispielsweise zum Surfen oder Mountainbiking geht.
Lieferbar ist der Transit Sport ausschließlich in Indianapolis-Blau. Die beiden weißen Rennstreifen auf der Motorhaube wecken ebenfalls automatisch Erinnerungen an den legendären GT 40 und die ST-Modelle von Fiesta und Focus. Eine kleine Plastikschürze unter dem vorderen Stoßfänger, in Wagenfarbe lackierter Kühlergrill, serienmäßige Nebelscheinwerfer, Seitenschweller und die 235er-Niederquerschnittsreifen auf 18-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Radhausverbreiterung unterscheiden den sportlichen Ableger vom gewöhnlichen Ford-Transporter. Hinten ist der flott gestylte Kastenwagen an der doppelten Auspuffblende zu erkennen, die allerdings eine Attrappe ist.
Der Zusatz Sport bezieht sich ausschließlich auf die zusätzlichen Designelemente und die Bereifung. Technisch ist das Fahrzeug mit dem Kastenwagen FT 260 identisch. Zum Modelljahr 2008 hat Ford dem stärksten der drei 2,2-Liter-Dieselmotoren nicht nur zusätzliche zehn PS und 40 Nm mehr Drehmoment spendiert, sondern auch ein Sechs-Gang-Getriebe. Die Maßnahmen ändern allerdings auch im Sport nichts an der spürbaren Anfahrschwäche. Wer nach dem Halt an der Kreuzung zügig abbiegen will, darf nicht zu zögerlich aufs Gaspedal treten.
Der auffällige Kleinlastwagen lässt sich in den unteren Gängen durchaus dynamisch bewegen. Die Breitreifen sorgen für gute Spurstabilität in Kurven, schmälern aber ein wenig den Federungskomfort. Die Lenkung arbeitet präzise und trägt ihren Teil zum Fahrvergnügen des Fronttrieblers bei.
Knapp 7000 Euro mehr als für die Basisversion des Transit mit kurzem Radstand müssen für den Sport bezahlt werden. Dafür erhält der Käufer eine umfangreiche Serienausstattung, zu der unter anderem Klimaanlage, Lederlenkrad, Sechsfach-CD-Wechsler, Geschwindigkeitsregelanlage, Bordcomputer, Beifahrerairbag und elektrische Fensterheber sowie Wärmeschutzverglasung gehören. Nur die Fußraumverkleidung aus Gummi im Plastiklook mag dazu nicht so recht passen, darf im Transportalltag aber als extrem zweckmäßig gelten.
Bei allen Unterschieden hat die Sport-Ausgabe dennoch eines mit allen Ford Transit gemein: Trotz des Namens wird auch dieser Transporter bei etwa 160 km/h elektronisch abgeregelt.
Am Ende bleibt nur die Frage, warum Ford das Sportpaket nicht auch für dien Transit-Kleinbus Tourneo anbietet. Der Erfolg dürfte kaum weniger groß sein. (ar/jri)
Daten: Ford Transit Sport
Länge x Breite x Höhe: 4,86 m x 1,97 m x 1,99 m
Leergewicht, Zuladung: 1714 kg; 888 kg
Motor (Bauart, Hubraum): 2,2 l Vierzylinder-Diesel
Max. Leistung: 103 kW / 140 PS bei 3500 U/min
Max. Drehmoment: 350 Nm bei 1800-2400 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h (abgeregelt)
Laderaum: 6300 Liter
Basispreis: 28 400 Euro Letzte Änderung: 18.10.2007
Ford Transit Sport. Foto: Auto-Reporter/Ford
Ford Transit Sport. Foto: Auto-Reporter/Ford
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