Vorstellung Mazda BT-50: Gute Manieren weiter verbessert
Der BT-50 setzte bei seiner Markteinführung die Tradition robuster Pic-kups mit zuschaltbarem Allradantrieb fort, koppelte aber Praxistauglichkeit und den neuen Spaßfaktor dieser Fahrzeuggattung mit dem Komfort und der Verarbeitungsqualität einer Limousine. Die äußere Form des athletisch konturierten Mazda ist nach der Modellüberarbeitung weitestgehend geblieben. Nur ein neuer Kühlergrill und Scheinwerfer sowie veränderte Stoßfänger unterscheiden ihn von seinem Vorgänger. Dennoch lassen diese sanften Modifikationen den Pick-up noch dynamischer wirken. Angeboten werden nach wie vor zwei Aufbauten: Die mit vier konventionell öffnenden Türen ausgestattete Doppelkabine (XL-Cab) sowie die mit gegenläufig öffnenden Freestyle-Türen bestückte L-Cab. Dazu kommen zwei verschiedene Ausstattungsstufen (Midlands und Toplands) und - generell - ein vom Cockpit aus zuschaltbarer Allradantrieb.
Im Innenraum wurde noch mehr Wert auf Qualität und Wohlfühl-Atmosphäre gelegt. Dafür sorgen neue Materialien für die straff gepolsterten und dennoch angenehmen Sitze sowie die Innenverkleidung der Türen, die jetzt in silberfarbener Optik gehaltene Mittelkonsole und ein sauberes Finish. Vom Vorgänger übernommen wurde das Klimasystem und das geringe Geräuschniveau: Dank des forcierten Einsatzes von Dämmmaterialien, Feinarbeiten im Windkanal und des recht kultivierten Dieselmotors befindet sich der Geräuschpegel auf Pkw-Niveau. Neu dagegen sind beheizbare Außenspiegel und ein AUX-Anschluss für einen externen MP3-Player.
Der Mazda-eigene Common-Rail-Turbodiesel schöpft aus 2,5 Litern 105 kW / 143 PS und maximal 330 Nm an Drehmoment. Damit lässt sich der 1,8-Tonner sehr akzeptabel bewegen. Das gilt trotz größerer Dämpfer nach wie vor nicht unbedingt für die Abstimmung von Federung und Dämpfung. Eine starre Hinterachse lässt sich nun einmal nicht verleugnen. Dennoch bleibt zu konstatieren, dass das Fahrwerk komfortabler geworden ist, nur kurze Bodenwellen wirklich unangenehm durchschlagen. Und auch die 12,5 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 zeigen, dass Pick-ups längst keine lahmen Enten mehr sind. Und ebenso keine Säufer: Mit knapp neun Liter Diesel auf 100 km/h kann man leben.
Fahrer- und Beifahrer-Airbags, Seitenairbags vorne, ABS und eine elektronische Bremskraftverteilung (EBD) sowie eine bei einem Frontalaufprall nachgebende Lenksäule gibt es serienmäßig, ein ESP auch optional leider nicht. Da auch die wichtigsten Komfort-Features nicht aufpreispflichtig sind, ist der Einstiegspreis von 25 000 Euro für die L-Cab-Version sehr akzeptabel. Die Top(lands)-Ausführung ist ab 29 100 Euro zu haben und entsprechend luxuriöser. (ar/hhg)
Daten: Mazda BT-50 XL-Cab (L-Cab)
Länge x Breite x Höhe: 5,08 m x 1,81 m x 1,75 m
Motor (Bauart, Hubraum): Vierzylinder-Turbodiesel, 2500 ccm
Max. Leistung: 105 kW / 143 PS bei 3500 U/min
Max. Drehmoment: 330 Nm bei 1800 U/min)
Verbrauch NEFZ im Mittel: 8,9 Liter Diesel
CO2-Emission: 244 g/km
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 12,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 158 km/h
Leergewicht/Zuladung: 1865 kg/1115 kg (1125 kg)
Ladefläche: 1,53 m (1,75 m) x 1,46 m x 0,465 m
Anhängelast: 3000 kg
Wendekreis: 13,6 m
Basispreis: 26 900 Euro (25 000 Euro) Letzte Änderung: 16.10.2008
Mazda BT-50 XL-Cab. Foto: Auto-Reporter/Mazda
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