VW-Betriebsrat fordert Vorstand zu Beteiligung an Zulieferern auf
Der Einstieg von in erster Linie an kurzfristigen Renditezielen interessierten Hedge Fonds bei Automobilzulieferern nannte er eine "gefährliche Entwicklung". "Manager von Heuschrecken scheren sich kein Stück darum, ob bei uns die Produktion zum erliegen kommt, nur weil sie aus rein finanziellem Interesse einen Standort, der die hochgesteckten Gewinnerwartungen nicht ganz erfüllt, schließen wollen", so Osterloh. Deshalb müsse die Stärkung der eigenen Hausanfertigung oberste Priorität haben. "Wir brauchen dort noch mehr Entwicklungskompetenz als bisher, damit wir das Know-How im Haus behalten."
Die strategische Beteiligung an Zulieferern sei für ihn die zweite Priorität einer langfristigen Unternehmensstrategie. "Wir würden uns damit für die Zukunft sowohl den Anschluss an Produktions- als auch an Entwicklungskompetenz über unsere Hausanfertigung hinaus sichern", so Osterloh. Der Betriebsratsvorsitzende hält eine solche Strategie aber nicht nur bei Europas größtem Automobilhersteller für sinnvoll: "Da muss die gesamte deutsche Automobilindustrie ran. Wir geraten sonst in Abhängigkeiten, die gefährlich für Arbeitsplätze und ein solides unternehmerisches Handeln sind". (ar/tkn) Letzte Änderung: 25.05.2007
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