VW: Betriebsrat fordert Weiterbildung statt Abfindungen

Der VW-Betriebsrat hat die Politik der Firmenleitung kritisiert, mit teuren Abfindungen Personal zu reduzieren. "Wir sollten beim Jobabbau nicht nur auf Abfindungen und Altersteilzeit setzen, sondern auch in die andere Richtung denken, nämlich mehr Qualifizierungen", sagte der Vize-Konzernbetriebsratschef Bernd Wehlauer heute der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung".

Wenn das Unternehmen verstärkt in Weiterbildungs- und Studien-Stipendien für Meister, Facharbeiter und Ingenieure investiere, seien diese auch für einen befristeten Zeitraum von den Gehaltslisten, könnten dann aber zu VW zurückkehren. Für das Unternehmen bedeute es einen Vorteil, dass die Fortbildungen nur über einen begrenzten Zeitraum gefördert werden müssten.

Bisher haben rund 2500 Mitarbeiter Abfindungsverträge unterzeichnet. VW zufolge erhalten Mitarbeiter mit einer Betriebszugehörigkeit von maximal fünf Jahren zwischen 40 680 und 71 460 Euro. In der nächsten Stufe zwischen sechs und zehn Jahren steigen die Zahlungen auf 59 220 bis 115 380 Euro. Bei elf bis 20 Jahren sind es zwischen 73 620 und 149 580 Euro. Darüber winken Abfindungen in Höhe von 93 60 bis 195 480 Euro. Wer sich bis zum 30. September entscheidet, bekommt eine Prämie in Höhe von 54 000 Euro zusätzlich, bei einem Ausscheiden bis zum 31. Dezember sind es 27 000 Euro. Die übrigen Angebote laufen bis 30. Juni 2007. Insgesamt stehen bei Europas größtem Autobauer 20 000 Stellen auf dem Prüfstand. (ar/sb) Letzte Änderung: 23.08.2006









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